Matomo

Bewertung: 5/5 Sterne

Serienkritik The Last of Us (1. Staffel)

Perfekte Videospielverfilmung

Die Fernsehserie „The Last of Us“ basiert auf dem gleichnamigen Videospiel und erzählt eine spannende Geschichte in einer postapokalyptischen Welt. Die Handlung spielt in den Überresten der Vereinigten Staaten – heimgesucht von einer Pilzinfektion. Ein Großteil der Menschen haben sich in aggressive Kreaturen verwandelt. Die erste Staffel mit neun Episoden ist als Blu-ray-Box erhältlich.

Die Handlung

Was für ein gruseliger Tapetengeschmack. (Foto: Warner Bros)

Was für ein gruseliger Tapetengeschmack. (Foto: Warner Bros)

Joel (Pedro Pascal), ein erfahrener Schmuggler und Überlebenskünstler, erhält den Auftrag, die junge Ellie (Bella Ramsey) sicher aus einer Quarantänezone zu eskortieren. Ellie ist immun gegen die Pilzinfektion und Joels Aufgabe ist es, sie sicher zu einer Gruppe von Wissenschaftlern zu bringen, die nach einem Heilmittel suchen. Auf ihrer Reise durchqueren sie gefährliche Gebiete, treffen auf feindliche Überlebende und müssen sich gegen die Infizierten verteidigen.

Joel und Ellie entwickeln im Laufe der Serie eine Art Vater-Tochter-Dynamik. Während Joel mit seinen eigenen Dämonen und seinem Gewissen über seine Vergangenheit kämpft, ist Ellie entschlossen, die Welt zu retten, und wird von einer ungeheuren Kraft angetrieben. Auf ihrem Weg treffen sie auf verschiedene Überlebende, von denen einige ihnen helfen, während andere versuchen, sie auszunutzen oder zu töten. Die Gefahr lauert überall und die beiden müssen oft zwischen Selbstlosigkeit und Selbsterhaltung entscheiden.

Alle Folgen der ersten Staffel von „The Last of Us“

Erst reden, dann schießen (Foto: Warner Bros)

Erst reden, dann schießen (Foto: Warner Bros)

  • Wenn Du in der Dunkelheit verloren bist
  • Infiziert
  • Liebe mich, wie ich es will
  • Niemand wird uns finden
  • Ertragen und Überleben
  • Familie
  • Zurückgelassen
  • Wenn wir in Not sind
  • Suche nach dem Licht

Serienkritik “The Last of Us (1. Staffel)”

Ein paar ruhige Momente (Foto: Warner Bros)

Ein paar ruhige Momente (Foto: Warner Bros)

Es gibt nicht viele Videospielvorlagen, deren Umsetzung als Film oder Serie gelingt.“The Last of Us” ist ein Paradebeispiel dafür, wie es geht. Das liegt vor allem an der Geschichte. Und die stammt von Neil Druckmann, der 2004 bei der amerikanischen Softwareschmiede Naugthy Dog anheuerte und sich vor allem im inhaltlichen Bereich austoben konnte. Und wie gut das funktioniert, kann man an anderen Titeln wie “Uncharted” Teil 1 und Teil 2 sehen.

Bei “The Last of Us” gibt es zwei entscheidende Punkte: Zum einen wurden die Charaktere sehr nah am Original positioniert. Sowohl optisch als auch von den Charaktereigenschaften her. Zum anderen treffen die Endzeitstimmung und die postapokalyptische Umgebung genau den Zeitgeist. So wird aus der einfachen Aufgabe, ein Gegenmittel zu finden, ein großes Abenteuer. Gespickt wird das Ganze mit zahlreichen Zombie- und Mutantenwesen, die den Protagonisten das ohnehin nicht einfache Leben schwer machen.

Neulich auf den Wiesn (Foto: Warner Bros)

Neulich auf den Wiesn (Foto: Warner Bros)

Die Auswahl der Schauspieler passt hier perfekt, ebenso wie die teilweise ausufernde Erzählweise der parallelen Handlungsstränge. Die 1. Staffel von “The Last of Us” steht Fernsehserien wie “The Walking Dead” in nichts nach. Ganz im Gegenteil. Durch den Videospielhintergrund wirken die neun Episoden dynamisch und spannend auf hohem Niveau. Die Horrorelemente sind weder zu extrem noch zu altbacken. Effekte und Überraschungsmomente sind gut dosiert und wirken nie langweilig oder abgedroschen.

„The Last of Us“ hat seine Feuerprobe bestanden. Jetzt wird es spannend, wenn die zweite Staffel ins Rennen geht. Denn wie wir wissen, kann der einen oder anderen Serie dann schon mal die Puste ausgehen. Wir sind jedenfalls gespannt, wie die Clicker, die wieder eine Portion Pilzstaub einatmen wollen.

Die Versionen

Der freizügige Umgang mit Gewalt erfordert eine Freigabe ab 18 Jahren. Das ist in Ordnung. Die neun Folgen haben eine Gesamtlaufzeit von ca. 502 Minuten und sind als Box auf Blu-ray zu bekommen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Solide und spannende Umsetzung einer Videospiel-Grundlage mit überwältigender Atmosphäre in perfekter Endzeitstimmung.a9a098eead4844e4ab8f4b00be2e9edc

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Last of Us (1. Staffel)"

noch kein Trailer
Über Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
Mehr von Ash Williams  

Aktuelle Serienkritiken auf Horrormagazin.de

Mehr zeigen