Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneThe Walking Dead (Staffel 3)

Die ultimative Kultserie geht in die dritte Runde – und lässt einige Federn.

Gebannt verfolgen wir das Schicksal des Grüppchens Überlebender weiter und müssen leider feststellen, dass den Machern die Puste auszugehen scheint.

Die Geschichte

Ein alter Bekannter, diesmal mit Armbrust (Foto: WVG Medien)

Mangelernährt und am Ende ihrer Kräfte erreichen die Überlebenden rund um Rick Grimes ein Gefängnis, das sie für sich nutzbar machen können. Neben vier überlebenden Gefangenen finden sie noch reichliche Lebensmittelvorräte vor, sodass sie sich von den Strapazen ihrer Flucht erst einmal erholen können. Besonders praktisch an einem Gefängnis ist eben, dass die gleichen Sicherheitsmechanismen, die einst Gefangene an der Flucht gehindert hatten, nun auch keine Zombies reinlassen.

Natürlich läuft trotzdem nicht alles rund. Einige der überlebenden Gefangenen entpuppen sich als gefährlich, es gibt Verletzte und sogar Verluste. Zu allem Überfluss haben Überlebende in relativer Nähe eine Siedlung gegründet, die nur vordergründig ein Paradies zu sein scheint. Der Leiter dieser Siedlung, genannt „Governor“, erweist sich als gefährlicher Despot, der Grimes‘ Überlebenden an die Gurgel möchte.

Filmkritik „The Walking Dead – Staffel 3“

Die dritte Staffel beginnt vielversprechend. Es geht wieder richtig zur Sache, die Untoten werden niedergemäht, und jeder Splatter-Fan kommt voll auf seine Kosten. Hinzu kommen ein hohes Maß an Spannung, reichlich Action und ein wenig grimmiger Humor. Aber dann fällt die Story plötzlich in ein tiefes Loch. Neben einigen Gore-Einlagen gewinnt plötzlich das Melodram die Oberhand. Aus den Augen der Protagonisten fließt mehr Wasser, als in dem ganzen Film „Titanic“ zu sehen ist. Doch wir lassen genervt die Gefühlsduseleien und Mitleids-Nummern an uns vorüberziehen.

Noch sieht es hier ganz friedlich aus (Foto: WVG Medien)

Möglicherweise lag die Absicht der Macher darin, der Geschichte zu einem gehörigen Stück Drama zu verhelfen. Aber damit haben sie die Dynamik aus der Geschichte gezogen. Es dauert eine ganze Weile, ehe sich das wieder gibt. Auch dass darüber hinaus die Geister jüngst verblichener Gruppenmitglieder auftauchen, hilft der Dramaturgie nicht unbedingt weiter.

Insgesamt fängt sich der weitere Verlauf der Serie soweit, dass wir ihr nach wie vor eine Menge Spannung bescheinigen können, aber das ist diesmal recht nahe an der Grenze. Wir hoffen einfach, dass es die Macher mit den Zugeständnissen an die Werbeindustrie in Zukunft nicht noch mehr übertreiben.

Die Versionen

Streichen wir die Herzschmerz-Passagen weg, bleibt eine geballte Ladung Gore. Insofern ist die FSK-Freigabe ab 18 Jahren gerechtfertigt. Die Box ist ungekürzt erschienen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Deutlicher Einbruch im Vergleich zu den vorherigen Staffeln, aber immer noch die Kultserie schlechthin.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Walking Dead (Staffel 3)"

noch kein Trailer
Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
Mehr von Angus Sc.  

Weitere Filmkritiken im Genre Zombies

Mehr zeigen