Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneThe Walking Dead (Staffel 1)

Na so was … Zombies im Fernsehen. Diese US-Fernsehserie setzt angeblich neue Maßstäbe. Mal schauen.

Was vor 30 Jahren noch undenkbar schien, ist heute Wirklichkeit. Die Zombies haben allen Gebrülls der Jugendschutz-Spinner zum Trotz die Mattscheibe erobert. Mit einem bemerkenswerten Ergebnis, das uns auch mal eine Serien-Kritik wert ist.

Die Geschichte

Polizist Rick Grimes wird während eines Einsatzes angeschossen und schwer verletzt. Als er Wochen später aus dem Koma erwacht, ist alles anders. Überall stapeln sich Leichen und er muss feststellen, dass viele Verblichene immer noch erschreckend munter sind.

Coole Truppe: Sheriff Rick Grimes (Andrew Lincoln, 3.v.r.) und seine Getreuen (Foto: WVG Medien)

Coole Truppe: Sheriff Rick Grimes (Andrew Lincoln, 3.v.r.) und seine Getreuen (Foto: WVG Medien)

Nach dem anfänglichen Schock arrangiert er sich wohl oder übel mit dieser neuen Situation und kämpft fortan um sein Überleben. Das Land ist nahezu ausgestorben. Überall lauern die gefräßigen Untoten. Erst nach längerer Suche trifft er auf einen kleinen Trupp Überlebender. Gemeinsam versuchen sie, in dieser lebensfeindlichen Welt wieder Fuß zu fassen. Doch das ist ein nahezu aussichtsloses Unterfangen.

Filmkritik „The Walking Dead – Staffel 1“

Wenn Zombies im Fernsehen auftauchen, sind die Burschen meist so gefährlich wie ein Teddybär. Es ziemt sich einfach nicht, dem geneigten Zuschauer solcherlei Rohkost-Fanatiker vorzusetzen. Folglich waren unsere Erwartungen nicht besonders hoch. Auch das große rote FSK-18-Logo auf der DVD-Hülle mochte diese Skepsis nicht vertreiben.

Doch bereits nach wenigen Minuten wird klar, dass es sich um einen gewaltigen Irrtum handelt. Wir haben es mit einem Zombie-Kracher in allerbester Romero-Manier zu tun: Ein düsteres Endzeitdrama mit allen bewährten Zutaten eines guten Zombiefilms. Zivilisationskritik und Subtext sind ebenso gegeben, wie auch der eine oder andere Exkurs in die menschliche Anatomie. Und da wir von satten fünf Stunden Laufzeit sprechen, bleibt auch noch viel Platz für dramatische Elemente und für sorgfältigen Spannungsaufbau.

Neulich an der Bus-Haltestelle (Foto: WVG Medien)

Neulich an der Bus-Haltestelle (Foto: WVG Medien)

Verantwortlich für die Serie ist Frank Darabont, der mit einigen Stephen-King-Verfilmungen („Die Verurteilten“, „The Green Mile“, „Der Nebel“) bereits für reichlich Furore gesorgt hat. Auch hier hat er alle Register seines Könnens gezogen. Auch wenn die Regisseure von Folge zu Folge wechseln, bleibt seine Handschrift unverkennbar.

Wir Rezensenten sind ja dafür bekannt, nach dem Haar in der Suppe zu suchen. Nach längerer Meditation gelangen wir zu folgendem Ergebnis:

Der Anfang weist recht viele Parallelen zu „28 Days Later“ auf. Das gibt sich aber ziemlich schnell und darüber sehen wir hinweg.

Der Schluss wiederum lässt eine Reihe loser Handlungsfäden zurück. Da aber bereits die zweite Staffel in den Startlöchern steht, ignorieren wir auch dies und freuen uns auf die nächsten Folgen.

Die Versionen

Die DVD enthält alle Folgen der ersten Staffel. Im Vergleich zum englischen Original sind die deutschen Versionen mitunter um wenige Minuten kürzer. Die ungeschnittene Fassung hätte die FSK nicht genehmigt, teilt WVG Medien mit. Jetzt ist er somit ab 18 Jahren freigegeben. Aufgrund vieler brutaler Szenen ist das durchaus gerechtfertigt. Der Film selbst lässt jedoch kaum vermuten, dass besondere Härten herausgeschnitten wurden.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Volltreffer: Erstklassige Umsetzung des Zombie-Themas, die den Romero-Filmen in nichts nachsteht.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Walking Dead (Staffel 1)"

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Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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