Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneDead Set – Reality Bites (Fernsehserie)

Simon Pegg sagt "Bloody good" - Wir geben vier von fünf Sternen.

Wir dachten immer, schon die Zombies von „28 Days Later“ oder „Devil’s Playground“ wären sportlich. Doch bei „Dead Set“ werfen sie sich ebenso schnell ans Frischfleisch, vielleicht sogar schneller. Die britische Horror-Serie kommt von Charlie Brooker und besteht aus fünf Episoden. Anolis Entertainment veröffentlichte das Ganze nun als Komplettpaket auf DVD und Blu-ray. Für „The Walking Dead“-Fans eine willkommene Abwechslung.

Die Geschichte

Zombies am Maschendrahtzaun (Foto: 4 Ventures Limited, Anolis Entertainment)

Das Containerhaus ist gut gefüllt. Sieben Teilnehmer befinden sich noch im Rennen. Die Einschaltquoten sind hoch – bei der britischen Big Brother Show. Draußen laufen Produzent Patrick (Andy Nyman) und seine Crew auf Hochtouren. Schließlich steht der nächste Entlassungskandidat auf der Liste: Pippa (Kathleen McDermott). Das heißt auch mehr Arbeit für die junge Kelly (Jamie Winstone), denn sie muss als Handlanger noch eine Menge Besorgungen machen.

Kurz vor Beginn der Liveübertragung passiert ein Zwischenfall. Vor dem Sendestudio geraten die Menschenmassen außer Kontrolle. Grund dafür sind Infizierte, die sich unter die Fans mischen. Sie wurden alle mit einem tödlichen Virus angesteckt und verwandeln sich nach und nach in Untote.

Im Big-Brother-Haus schnell noch eine Beruhigungszigarette (Foto: 4 Ventures Limited, Anolis Entertainment)

Es dauert nicht lange, bis sie auch die Fernsehcrew überwältigen. Nur Patrick und Pippa können sich verbarrikadieren. Kelly flüchtet ins Big-Brother-Haus. Doch wie lange können sich die Überlebenden noch verstecken? Schließlich breitet sich die Epidemie rasend schnell aus, so wie giftige Keime im Schulessen.

Filmkritik zu „Dead Set – Reality Bites“

Dass der Fünfteiler schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, merkt man eigentlich nur am Thema Big Brother. Nach zig Staffeln im TV, ist dieser Hype schon lange Schnee von gestern. Das ist aber auch schon alles, denn ansonsten kommt mit „Dead Set“ ein solider Zombie-Kracher daher. Effekte, Kameraführung und Soundeffekte sind gelungen. Die anfangs recht lichtkargen Szenen sorgen für den richtigen Schub an Spannung. An Splatterfans ist ebenfalls frühzeitig gedacht. Mit angenagten Gliedmaßen, verteilten Innereien und blutverschmierten Gesichtern wird nicht gerade sparsam umgegangen, ohne eklig zu wirken. Dafür gibt es volle Punktzahl.

Steh auf, wenn du am Boden bist … (Foto: 4 Ventures Limited, Anolis Entertainment)

Das Einzige, was etwas stört, ist die recht einfach gestrickte Story. Der Handlungsstrang ist geradlinig und beinahe vorhersehbar. Glücklicherweise weiß Regisseur Yann Demange, Charlie Brooker’s Drehbuch abwechslungsreich umzusetzen. Grund dafür sind nicht nur die flinken Zombies. Auch die gut platzierten Unterbrechungen, bedingt durch das Ende jeder Folge, bauen Spannung auf. Damit gilt „Dead Set“ als Tipp für jeden, der schon an „The Walking Dead“ einen Narren gefressen hat. Die kurze Laufzeit von insgesamt gerade mal 143 Minuten stört dabei kaum.

Die Versionen

„Dead Set – Reality Bites“ kommt in Deutschland als Doppel-Blu-ray bzw –DVD auf den Markt. Die Serie ist uncut und ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Solide Mini-Zombie-Serie aus Großbritannien. Schon lange ein Geheimtipp – jetzt endlich erhältlich.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Dead Set – Reality Bites (Fernsehserie)"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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