Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneJessabelle – Die Vorhersehung

Ich weiß nicht, was damals passierte

Gutes Mädchen – böses Mädchen? Nein, so einfach können wir die Geschichte dieses Gruselstücks nicht zusammenfassen. Denn zum Verwirrspiel kommt noch eine kleine Portion Voodoo hinzu. Produziert wurde der Horrorstreifen von Jason Blum, der auch schon für „Insidious“ und „Sinister“ verantwortlich war. Na, wenn das mal keine guten Voraussetzungen sind.

Die Geschichte

Körperpflege, mal anders: Erst Badewanne, jetzt Schlammpfütze (Foto: Koch Media)

Jessie Laurent (Sarah Snook) und ihr Freund haben einen schweren Autounfall, den nur sie überlebt. Seitdem ist Jessie an den Rollstuhl gefesselt. Ihr Vater holt sie vom Krankenhaus ab und bringt sie zurück nach Louisiana. Dort will Jessie bei ihm einziehen. Doch schon beim Betreten des alten Hauses fühlt sie sich unwohl.

Ihr neues Domizil soll erstmal das Zimmer ihrer verstorbenen Mutter sein. Jessie findet ein paar alte Videokassetten aus den 80er Jahren. Auf den Bändern ist ihre schwangere Mutter zu sehen, wie sie Tarotkarten für das Neugeborene legt. Die vorhergesagte Zukunft fällt allerdings alles andere als rosig aus. Als Jessies Vater von den Videos erfährt, wird er wütend und verbietet ihr, weiter im Haus herumzuschnüffeln. Er will die Kassetten zerstören. Dabei zündet er sich unfreiwillig selbst an und verbrennt. Sind hier Geister im Spiel?

Total verstört trifft Jessie auf ihren alten Schulfreund Preston (Marc Webber). Der will ihr helfen. Doch noch ahnt keiner der beiden, was damals im Elternhaus vorfiel und warum auf dem Grundstück der Laurents etliche Voodoo-Utensilien an den Bäumen hängen.

Filmkritik „Jessabelle – Die Vorhersehung“

Jessie auf Entdeckungstour (Foto: Koch Media)

Dass Jason Blum ein gutes Händchen für Horrorfilme hat, beweist er auch hier wieder. Vielleicht liegt es aber auch an Kevin Greutert, der diesmal Regie führte. Schließlich arbeitete Greutert bei den ersten Teilen der „SAW“-Serie (Filmkritik zu Teil 1) als Cutter, nachdem er in die Regie wechselte.

Und so ist bei „Jessabelle – Die Vorhersehung“ auch vieles richtig gut geworden. Der Film überzeugt mit einer flott erzählten Geschichte, bei der keine Langeweile aufkommt. Gerade die Actionszenen sind, und da kommt der erfahrene Cutter zur Geltung, willkürlich aber gekonnt grob zusammengesetzt. Das bietet eine willkommene Abwechslung zum restlichen Filmgeschehen, das eher ruhig gehalten ist. Dennoch sind alle Schockmomente geschickt in die Handlung eingebettet. Unnatürlich wirkende Computer-Effekte bekommen wir nicht zu sehen. Zum Glück.

Ein paar Stellschrauben hätte Greutert trotzdem gerne noch anziehen können, denn richtigen Nervenkitzel suchen wir in den knapp 90 Minuten leider vergeblich. Gerade aus dem Thema Voodoo kann man eigentlich noch mehr rausholen. Sam Raimi hatte es bei „Drag me to Hell“ vorgemacht.

Eine Bootsfahrt ist nicht immer schön (Foto: Koch Media)

Einen weiteren Pluspunkt erntet der Film allerdings damit, dass er uns eine unnötige Liebesromanze als Kontrastprogramm zum Gruseln erspart. Obwohl es dafür etliche Gelegenheiten gegeben hätte. Danke dafür. Schade ist allerdings, dass die Geschichte zum Ende hin dann nochmal kitschig und übertrieben wird: Jessies Mutter und ihr Geliebter Moses kehren aus dem Jenseits zurück und … nein, die Pointe verraten wir an dieser Stelle nicht. Eine originellere Idee hätte den Film aber aufgewertet.

Die Versionen

„Jessabelle – Die Vorhersehung“ ist ungeschnitten und als FSK-16-Version auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Kurzweiliger und typischer Bloomhouse-Horror, mit kleinen Makeln.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Jessabelle – Die Vorhersehung"

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Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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