Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneBlood Drive (Fernsehserie)

Schnell wie der Blitz und Rot wie Blut

In feinster Grindhouse-Manier kommt Blood Drive herangebraust. Vorne mit dabei: sexy Grace und „Good Cop“-Arthur. Die beiden versuchen, die Welt zu retten. Und das in einer apokalyptischen Zeit . Aber zuerst müssen sie dieses chaotische Autorennen gewinnen. Die 13 Folgen gibt es ab sofort auf Blu-ray und DVD.

Die Geschichte

Keine Zeit zum Kuscheln (Foto: Ilze Kitshoff/Syfy - justbridge entertainment)

Keine Zeit zum Kuscheln (Foto: Ilze Kitshoff/Syfy – justbridge entertainment)

Ein anderes Jahr 1999. Seitdem sich die Vereinigten Staaten durch Fracking in zwei Hälften geteilt haben, herrschen chaotische Zustände. Arthur (Alan Ritchson) ist Polizist in Los Angeles. Und zwar einer von den Guten. Mit seinem Kollegen verheddert er sich gerade in einem Fall, bei dem es um ein illegales Autorennen der besonderen Art geht: der letzte Fahrer im Ziel wird gnadenlos bestraft. Mit dem Tod.

Die junge Grace hat sich für dieses Rennen freiwillig gemeldet. Mit dem Preisgeld von zehn Millionen US-Dollar will sie ihre Schwester aus einer psychiatrischen Klinik freikaufen. Und genau jetzt tauchen die beiden Polizisten auf. Dann geht alles sehr schnell. Arturs Partner wird von einer mysteriösen Geheimorganisation gekidnappt. Und Arthur sitzt mit Grace zusammen in ihrem Auto. Weil Benzin mittlerweile zu teuer ist, wird der Motor mit Blut betankt.

Filmkritik Blood Drive (Fernsehserie)

Das Rennen kann beginnen (Foto: Ilze Kitshoff/Syfy - justbridge entertainment)

Das Rennen kann beginnen (Foto: Ilze Kitshoff/Syfy – justbridge entertainment)

Das Genre, unter dem „Blood Drive“ eingeordnet werden kann, variiert von Episode zu Episode. Laut Wikipedia wird damit eine Hommage an verschiedene Exploitationsfilme verfolgt. Das fällt dem Zuschauer aber erst beim zweiten Blick auf. Grundsätzlich wirkt die Handlung immer etwas übertrieben und unvorhersehbar. Positive Vergleiche mit Tarantino-Filmen sind durchaus berechtigt. Zumindest bei den ersten Folgen bleibt der Spannungspegel auf hohem Niveau.

Weder beim Kunstblutverbrauch noch bei der Wortwahl wird ein Blatt vor den Mund genommen. Tiefgreifende oder sentimentale Szenen kommen hingegen nicht vor. Das passt aber zum Gesamtbild von „Blood Drive“, wo Geschwindigkeit eine besondere Rolle spielt. In den letzten Episoden wird die Handlung etwas langsamer. Überraschungsmomente halten sich in Grenzen. Der Gewaltgrad bleibt allerdings auf hohem Niveau.

Lolli? Ich weiß! (Foto: David Bloomer/Syfy - justbridge entertainment)

Lolli? Ich weiß! (Foto: David Bloomer/Syfy – justbridge entertainment)

Die Schauspieler und Charaktere gehen vollkommen in Ordnung. Hollywood-Qualitäten sollte man allerdings nicht erwarten. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die Einschaltquoten in den USA zum Ende hin bei knapp 350.000 Zuschauern stagnierten. Entsprechend war nach der ersten Staffel Schluss. Das ist schade, wie ich finde, denn „Blood Drive“ ist durchaus kurzweilig und hat einen guten Unterhaltungswert.

Die Versionen

Die mitunter härtere Gangart ist für Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zu empfehlen. Entsprechend klebt auf der Bluray-/DVD-Box das rote FSK-Siegel. „Blood Drive“ ist ungeschnitten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Wer auf abgefahrene Roadmovies im Grindhouse-Stil steht, sollte hier unbedingt reinschauen.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Blood Drive (Fernsehserie)"

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
Mehr von Ash Williams  

Weitere Filmkritiken im Genre Endzeit

Mehr zeigen