Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneDoghouse

Nicht auf den Hund gekommen

Diese Zombie-Komödie aus England möchte gern so witzig und cool sein wie „Shaun of the Dead“. Das gelingt leider nicht ganz.

Die Geschichte

Da waren's nur noch fünf: Vince (r.) und seine Jungs müssen sich gegen verfressene Frauen wehren (Foto: Splendid Film)

Da waren’s nur noch fünf: Vince (r.) und seine Jungs müssen sich gegen verfressene Frauen wehren (Foto: Splendid Film)

Vince hat gerade eine Scheidung hinter sich und muss wieder aufgebaut werden. Also beschließen er und seine sechs Kumpels, ein Männerwochenende zu veranstalten. Einer von ihnen hat eine Oma, die in dem abgelegenen Dorf Moodly wohnt. Und dort beträgt das Bevölkerungsverhältnis von Männern zu Frauen angeblich eins zu vier. Die Jungs beschließen, den chronischen Testosteronmangel im Dorf zumindest temporär zu beheben und brechen auf.

Dort angekommen erwartet sie eine feminine Überraschung. Aus den hiesigen Dorfschönheiten sind blutrünstige Zombie-Varianten geworden. Und sie vernaschen Männer etwas anders, als Vince und seine Kumpels es gehofft hatten.

Filmkritik „Doghouse“

Einmal die Spitzen bitte: Die Dorffriseurin ist nicht gut drauf (Foto: Splendid Film)

Einmal die Spitzen bitte: Die Dorffriseurin ist nicht gut drauf (Foto: Splendid Film)

„Doghouse“ hat seine stärksten Momente zu Beginn, wenn Regisseur Jake West die Figuren einführt und die Geschichte aufbaut. Hier gibt es die Lässigkeit und den trockenen Witz, die eine gute englische Horrorkomödie auszeichnen.

Doch es ist schon bemerkenswert, wie West und sein Autor Dan Schaffer Carnaby die recht gute Ausgangsposition nach allen Regeln der Kunst versemmeln. Spätestens nach einer halben Stunde im Dorf nervt die Story. Denn die Protagonisten schaffen es tatsächlich über den kompletten Film, jede mögliche Bewaffnung konsequent zu vermeiden. Anstatt die blutrünstigen Damen ganz klassisch mit Hieb- und Stichwerkzeugen in Scheiben zu schneiden, gibt’s Fausthiebe (!) und natürlich den vom Engländer so geschätzten Golfschläger hinter die verfaulten Ohren. So viel Blödheit tut dann auch dem Betrachter weh.

Pluspunkte gibt es dagegen für die schönen Bluteffekte, die liebevoll gestalteten Monsterschnitten und die drolligen Momente, die der Film trotz allem bietet.

Die Versionen

„Doghouse“ ist ungeschnitten – zu Recht – von der FSK ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Ganz ansehnlicher Brit-Horror-Ulk, wenn man Kumpels und Alkohol dabei hat. Schön blutig.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Doghouse"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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