Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneBunny und sein Killerding

Hase sucht Frau(en)

Ein kleiner Pieks in den Hals, und schon verwandelt man sich in einen notgeilen Killer-Hasen, der sich in den finnischen Wäldern herumtreibt und es auf Frauen abgesehen hat. Achso, er hat keine Hose an. Entsprechend sorgt er für gewisses Aufsehen. Genau wie dieses amüsante, aber am Ende doch belanglose Filmchen, das als Ode an den schlechten Geschmack durchgeht.

Die Geschichte

Party im Wald? Aber nicht ohne Bunny(s) ... (Foto: Tiberius Film)

Party im Wald? Aber nicht ohne Bunny(s) … (Foto: Tiberius Film)

Einmal ungestört sein. Das denkt sich ein Ehepaar und mietet eine romantische Hütte in den Wäldern Finnlands. Nach ihrer Ankunft werden die beiden von Gangstern überrascht und überwältigt. Mit der Frau machen sie kurzen Prozess. Dem Mann verabreichen sie ein mysteriöses Serum.

Ein paar Tage später verabredet sich ein Gruppe Jugendlicher zu einem Party-Wochenende. Auf dem Weg dorthin werden sie von drei Jungs angehalten, die eine Autopanne haben. Sie nehmen die Fremden mit. Schließlich haben sie ja Wodka im Gepäck. Und der passt ja ganz hervorragend zur Abendgestaltung.

Es wird gebechert und gefummelt. Nur seltsam ist, dass immer wieder Gäste verschwinden. Als dann ein Monster – halb Mensch, halb Hase – das Trinkgelage sprengt, bricht große Panik aus. Die Kreatur hat eine Vorliebe für Frauen und jagt jeder Muschi hinterher.

Filmkritik „Bunny und sein Killerding“

Lecker diese rote Grütze! (Foto: Tiberius Film)

Lecker diese rote Grütze! (Foto: Tiberius Film)

In „Bunny und sein Killerding“ nimmt uns Regisseur und Drehbuchautor Joonas Makkonen mit in eine skurrile Welt. Denn die Idee, einen Monsterhasen mit Gummipenis in Szene zu setzen, will schon gekonnt umgesetzt sein. Und es gelingt ihm. Klar, dass der Film damit in die Kategorie Trash fällt. Wer so etwas ernst nimmt oder gar echten Horror erwartet, hat den Sinn solcher Geschmacklosigkeiten nicht verstanden. Und dann können wir auch nicht mehr helfen. Hier geht es um den puren Quatsch.

Und der ist zuweilen gut gemacht. Das Häschen sieht gar nicht mal so schlecht aus – gefährliches Maul, blutverschmiertes Fell. Hilfe! Auch wenn wir bei dem Anblick eher schmunzeln müssen, als uns zu fürchten, ist der Film keinesfalls zimperlich. Selbst in der gekürzten FSK-18-Version gibt es einiges an Blut und Brutalität zu sehen. Jeder Effekt sieht nach guter alter Filmkunst aus – also ohne irgendwelche Computertechnik. Blöd ist nur, dass etliche Szenen durch die Schnitte zugunsten der Altersfreigabe unvollständig sind. Manchmal ist es nur ein Stück, manchmal sogar komplett. Dadurch gerät die ganze Geschichte ins Schlingern und wird teilweise unverständlich. Das nervt gerade zum Ende hin.

Ansonsten passen Atmosphäre, Schauspieler und Dialoge gut zusammen. Auch wenn nicht auf höchstem Niveau, bleibt der Film stets unterhaltsam. Er hat eine gewisse Portion (finnischen) Humors und nimmt sich selbst nicht ganz ernst, und so soll es in diesem Genre ja auch sein. Hin und wieder gibt es natürlich ein paar Längen. Da schauen wir aber gern drüber weg.

Die Versionen

Die in Deutschland erhältliche von der FSK ab 18 Jahren freigegebene Version ist um zirka vier Minuten geschnitten. Sexuelle Gewaltszenen und finnische Splatterkunst waren dann vielleicht doch zu viel.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Außergewöhnlich, unterhaltsam und durchgeknallt. Von Trash-Perlen wie „Bad Taste“ ist „Bunny und sein Killerding“ allerdings weit entfernt.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Bunny und sein Killerding"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.


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