Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneBesessen – Der Teufel in mir

Beitrag zum Thema „Modepüppchen am Rande des Nervenzusammenbruchs“.

Es ist soweit: Die Exorzismuswelle ist auf ihrem Höhepunkt und nun bekommen wir die unvermeidlichen Schwachsinnsfilmchen vorgesetzt. So sieht das hier jedenfalls aus.

Die Geschichte

Buh! (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Buh! (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Die Studentin Alex lässt sich von ihrer Freundin nach durchzechter Nacht zu einem Medium schleppen, um sich von ihr aus der Hand lesen zu lassen. Prompt geht der Budenzauber los: Das Medium bekommt Panik und wirft die Frauen raus. Kurz darauf bekommt Alex seltsame Aussetzer. Da der Professor ihrer Mitbewohnerin praktischerweise Psychologe ist und dessen Vater praktischerweise früher als Exorzist tätig war, sind ja alle erforderlichen Protagonisten zur Stelle, um der armen Frau zu helfen.

Filmkritik „Besessen – Der Teufel in mir“

Das hauchdünne Handlungsgerüst haben wir oben ungebührlich wortreich zusammengefasst. Mehr als anderthalb Stunden dümpelt dieses Filmchen uninspiriert vor sich hin. Dabei löst sich unser Auge immer häufiger vom Geschehen und wandert verzweifelt zur Laufzeitanzeige des DVD-Players. Verzweifelt hoffend, das Elend möge ein rasches Ende nehmen.

Oh Gott, das soll das Drehbuch sein? (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Oh Gott, das soll das Drehbuch sein? (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Während der Vorspann läuft, will ja noch Hoffnung aufkeimen. Denn die collagenhafte Szene einer Teufelsaustreibung im Bildhintergrund ist sehr gelungen und stimmungsvoll. Diese Stimmung ist allerdings just in diesem Augenblick futsch, als uns ein aufgebrezeltes Etwas als Hauptprotagonistin vorgestellt wird. Auch das übrige Ensemble scheint aus der örtlichen Laienspielgruppe rekrutiert zu sein. Die unterirdischen schauspielerischen Leistungen gepaart mit der schwachen Synchronisation sorgen in der Folge dafür, dass wir einfach nicht mitfiebern wollen.

Die Handlung stolpert von Besessenheitsszene zu Besessenheitsszene bis hin zum großen Finale, das ungefähr so gut zündet, wie ein Silvesterknaller unter Wasser.

Verzweifelt lassen wir den Film ein zweites Mal durchlaufen und hoffen, noch einen Ansatzpunkt für einen Ehrenstern zu finden, aber keine Chance: Weder die miesen Schauspieler, noch die völlig vergurkte Handlung, noch die bestenfalls durchschnittliche Filmtechnik rechtfertigen dergleichen.

Die Versionen

Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben. Da keine der Szenen besonders bedenklich erscheint, geht diese Freigabe in Ordnung. Damit ist der Streifen auch ungekürzt.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Stinklangweiliger Unfug, der noch nicht einmal als Lückenfüller taugt.

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Besessen – Der Teufel in mir"

noch kein Trailer
Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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