Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneReykjavik Whale Watching Massacre

Nein, kein isländischer Tierhorror, denn hier gehen Menschen aufeinander los.

Wale haben bekanntlich ein dickes „Fell“. Das muss auch der Zuschauer bei „Reykjavik Whale Watching Massacre“ mitbringen, denn der Film kommt nicht so richtig in Fahrt. Und wenn es dann doch endlich zur Sache geht, sind die 85 Minuten auch schon fast wieder vorbei. „Reykjavik Whale Watching Massacre“ lief beim Fantasy Filmfestival 2010.

Die Geschichte

„Na warte, ich komme dich holen!“ (Foto: KNM Home Entertainment GmbH)

Wale zu fangen ist in Island verboten – das Anbieten von Sightseeing-Touren zu den Walen nicht. Eine Gruppe von Touristen hat sich zu einer dieser Bootstouren im Hafen von Reykjavik angemeldet. Mit dem in die Jahre gekommenen Schiff „Poseidon“ soll es raus aufs Meer gehen, um das Naturschauspiel live mit zu erleben. Kapitän Pétur (Gunnar Hansen) begrüßt seine Gäste an Bord, die aus Deutschland, Frankreich, Japan und den USA kommen.

Doch von Walen ist nichts zu sehen. Plötzlich steigt einer der Touristen auf den Bootsmast. Es ist der Franzose, der einen Muntermacher zuviel getrunken hat. Beim Versuch, wieder runter zu kommen, verfängt er sich in einem Seil und durchbohrt den Kapitän mit einer Harpune. Die „Poseidon“ ist nun führerlos, und so sehen die Touristen nur noch die Chance, per Funk um Hilfe zu rufen. Das gesendete SOS-Signal hört ein nahe gelegenes Boot. Noch weiß niemand, dass sich dort blutgierige Seeleute aufhalten. Sie wollen keine Tiere beobachten, sie wollen Menschen fangen. Das Schlachten beginnt.

Filmkritik „Reykjavik Whale Watching Massacre”

Eine Seefahrt die ist… (Foto: KNM Home Entertainment GmbH)

Der Filmtitel selbst könnte auf einen weiteren Tierhorror-Streifen hindeuten. Der Vorspann zeigt Dokumentaraufnahmen von Walfängern, die ihre Messer an leblosen Pottwalen wetzen. Der anschließende Hauptfilm zeigt dagegen den bizarren Überlebenskampf der „Whale watching“-Touristen. Hauptschauplatz ist dabei ein Walfängerboot. Von der schönen Natur Islands bekommt man nur wenig mit. Aber wozu auch, denn schließlich handelt es sich hier ja um einen Slasher Made in Island.

Gut gefällt die reduzierte Farbvielfalt des Films. Sie verleiht eine kühle und nordische Atmosphäre. Einige heftige Szenen gibt es ebenfalls, in denen im wahrsten Sinne des Wortes Köpfe rollen. Leider war’s das schon fast, denn die Story ist nicht besonders innovativ geraten. Eine unerwartete Wendung oder ein überraschendes Finale war im Drehbuch nicht vorgesehen.

Sogar Mama greift zur Waffe! (Foto: KNM Home Entertainment GmbH)

Somit bleibt der Film zwar unterhaltsam, aber nur Mittelmaß. Auch das auf der DVD-Rückseite gezeigte blutbesudelte Gesicht, entpuppt sich im Film einfach nur als rote Farbe. Im Großen und Ganzen führt das vermutlich dazu, dass sich alt eingesessene Horrorfans ein Bier öfter holen werden.

Die Versionen

Die uns vorliegende DVD bzw. Blu-ray liegt als FSK-18-Version vor. Sie ist ungeschnitten und läuft 85 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Unterhaltsames Seemannsgarn in düsteren Farben, ohne überzeugendes Highlight.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Reykjavik Whale Watching Massacre"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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