Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneKein Weg zurück

Überlebenskampf als Horror – gute Idee gut umgesetzt

Horror ganz ohne Geister, Zombies, Vampire oder Psychokiller? Auch das ist möglich, wenn auch Genre-überschreitend. So geschehen in „Kein Weg zurück“ – nach einer wahren Begebenheit.

Die Geschichte

Das Klima wird rau. Selbstfindung zerrt an den Nerven (Foto: Tiberius Film)

Das Klima wird rau. Selbstfindung zerrt an den Nerven (Foto: Tiberius Film)

Drei Freunde begeben sich auf einen Ausflug der besonderen Art. Gerade mal mit einer Flasche Wasser bewaffnet begeben sie sich in die lebensfeindliche Wildnis und damit freiwillig in einen Überlebenskampf.

Der Aufeinanderprall der unterschiedlichen Charaktere sorgt bereits von Anfang an für Konflikte. Dann schlagen die Differenzen immer mehr in offene Aggressionen um, je mehr die drei an ihre Grenzen kommen.

Mit Meskalin setzen sie sich außerdem einem äußerst gefährlichen Selbsterfahrungstrip aus . Als einer der drei Freunde bei einem Unfall tödlich verletzt wird, eskaliert die Situation endgültig.

Filmkritik „Kein Weg zurück“

Gerade mal 100.000 Dollar hat diese Independent-Produktion gekostet. Das Ergebnis ist allerdings mehr als beachtlich. Leider stehen wir hier vor einem kleinen Problem: Unter der Prämisse des Horrorfilms wird dieser Film eher enttäuschen. Vielmehr handelt es sich um ein ausgesprochen dichtes Drama mit einem hohen, fast schon philosophischen Anspruch.

Nicht täuschen lassen! Dieser Film ist nichts für Romantiker (Foto: Tiberius Film)

Nicht täuschen lassen! Dieser Film ist nichts für Romantiker (Foto: Tiberius Film)

Die Spannung entsteht sehr langsam, baut sich aber kontinuierlich auf. Da der Film fast ausschließlich mit lediglich drei Protagonisten auskommt, ist das für sich genommen bereits eine reife Leistung.

Es gibt auch keinen expliziten Bösewicht. Das eigentlich Böse ist die reale Angst der Charaktere. Insofern krempelt dieser Streifen alles um, was wir eigentlich von einem Horrorfilm erwarten. Bewerten wir diesen Film also als reinen Horrorfilm, kommt er wahrscheinlich nicht allzu gut weg. Aufgrund der unbestreitbaren Qualitäten wäre das allerdings nicht fair.

Wir können nicht anders und blicken über den Tellerrand hinaus. Und geben zu Protokoll, dass dieses grandiose Drama durchaus drei Sterne verdient hat.

Da die Einordnung ins Horror-Genre etwas in die Irre führt, müssen wir leider Abzüge machen.

Die Versionen

Die vorliegende DVD hat eine Laufzeit von 93 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Nicht unbedingt, wie angekündigt, ein Horrorfilm, aber eine kleine Perle im Sumpf unsäglicher Schwachsinnsproduktionen.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Kein Weg zurück"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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