Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneHalloween Resurrection

Und es ist wieder Halloween. Zum letzten Mal?

Passend zum alljährlichen „All Hallows Eve“ flimmert der achte Teil der Michael-Myers-Saga über die Mattscheibe. Rick Rosenthal, vor einigen Jahren für die Fortsetzung von John Carpenters „Halloween – Die Nacht des Grauens“ verantwortlich, drehte 2002 das große Finale um den stummen Killer mit der weißen Maske.

Die Geschichte

Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) sitzt. Vor drei Jahren wurde sie in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, weil sie in einer Halloween-Nacht ihren Bruder Michael tötete. Doch es wäre nicht Michael Myers, wenn er nicht erneut auferstehen würde.

Sechs Studenten der Haddonfield University bekommen eine Einladung per E-Mail. Ein rätselhafter Veranstalter hat Sara, Rudy, Donna, Jen, Bill und Jim ausgewählt, eine Nacht im alten Myers-Haus zu verbringen. Hinter dem Projekt stehen Freddie („Rap-Rasta“ Busta Rhymes) und Nora (Tyra Banks), die sich damit einen großen finanziellen Erfolg versprechen. Sara (Bianca Kajlich) hat kein gutes Gefühl und will absagen. Doch Freddie schafft es, sie zu überzeugen. Schließlich sei das Haus jahrelang unbewohnt. Also wo ist das Problem?

Per Webcams und Bodycams wird die Show per Live-Übertragung ins Internet gesendet. Die Studenten fangen an, Beweise für die Existenz des Massenmörders Myers zu suchen. Sie werden fündig und stellen fest, dass das Haus das Geburtshaus des personifizierten Bösen ist. Doch dann entdecken sie, dass sie nicht allein sind.

Filmkritik „Halloween Resurrection“

Als Fan von Michael Myers freut es uns zu sehen, dass Rick Rosenthal auf dem Regiestuhl Platz genommen hat. Schließlich schuf er mit „Halloween 2“ die erste und wohl brutalste Fortsetzung und zugleich den ersten Halloween-Teil, der auf dem Index landete. Bei „Halloween Resurrection“ geht es vergleichsweise friedlich zu. Im Vorspann gibt es Jamie Lee Curtis mit einem recht langen Cameo-Auftritt zu sehen. Doch die damalige „Scream Queen“ macht einen leisen Eindruck. Als Überleitung auf die eigentliche Geschichte okay – als Eröffnungsszene hingegen etwas zu unspektakulär.

Während des Hauptfilms gibt es viele kleine Überraschungsmomente, die mit gut dosierten Schnitt- und Toneffekten ausgeschmückt sind. Ein weiterer Pluspunkt betrifft die Erzählweise. Die Kombination von Realfilm und Webcambild sorgt bei uns für die richtige Stimmung. Im Vergleich zu beispielsweise Teil 5 oder Teil 6 läuft die Handlung allerdings sehr geradlinig ab. Michaels Blutgier ist eher Durchschnitt. Zum Schluss steuert alles auf das große Finale hin. Doch das läuft eher auf Sparflamme. Jedenfalls kracht es nicht so, wie wir es uns all die Jahre vorgestellt haben.

Auch ganz nett: Den am Anfang gezeigten Professor Mixter spielt Regisseur Rick Rosenthal selbst. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem 1995 verstorbenen Donald Pleasence, der in einigen älteren Halloween-Teilen den Doktor Sam Loomis spielte.

Die Fassungen

In Deutschland gibt es eine leicht gekürzte FSK-16-Version. Die ungekürzte Variante läuft 86 Minuten und ist ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Nach acht Teilen findet Michel Myers endlich Ruhe, wenn auch nur in einem mittelmäßigen Finale.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Halloween Resurrection"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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