Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneHalloween Haunt

In einem Gruselpark geht es hoch her.

Eine Studentin und ihre Freunde besuchen eine Art Halloween-Themenpark. In dem warten nicht nur Spannung und Nervenkitzel, sondern – ihr ahnt es bereits – es lauert auch der Tod. Gruselig ist der von „Hostel“-Macher Eli Roth produzierte Streifen trotzdem nur bedingt.

Die Geschichte

Sieht einladend aus, oder? Nein (Foto: Splendid Film)

Sieht einladend aus, oder? Nein (Foto: Splendid Film)

Auf der Suche nach Nervenkitzel stoßen die Studentin Harper (Katie Stevens) und ihre Freunde auf eine abgelegene Halloween-Attraktion. Beim Betreten des Hauses fordert sie das maskierte Personal sogleich auf, die Handys abzugeben.

Im Innern gruseln sich die abgeklärten Teenager zunächst nur mäßig vor Plastik-Skeletten und Kunstnebel. Doch dann wird vor ihren Augen eine Frau mit einem glühenden Eisen malträtiert. Allmählich wird ihnen klar, dass womöglich doch nicht alles nur ein harmloser Halloween-Spaß ist. Doch sie stecken schon mittendrin in dem verwinkelten Anwesen. Die tödliche Jagd beginnt.

Filmkritik „Halloween Haunt“

Psst! Harper (Katie Stevens) hält die Klappe (Foto: Splendid Film)

Psst! Harper (Katie Stevens) hält die Klappe (Foto: Splendid Film)

Einen Innovationspreis wird „Halloween Haunt“ sicherlich nicht gewinnen, aber das dürfte auch den Machern klar sein. Die Geschichte haben wir so oder so ähnlich schon oft gesehen, zuletzt etwa bei „Hell Fest“. Der Schriftzug „Von den Autoren von ‚A Quiet Place‘“ auf dem Cover weckt aber womöglich doch die eine oder andere Erwartung, die „Halloween Haunt“ am Ende aber nicht erfüllt.

Zu überraschungsarm spult das Autoren- und Regie-Duo Scott Beck und Bryan Woods die Handlung runter. Tolle Ideen oder spannende Wendungen? Fehlanzeige. Für moderaten Grusel sorgen wenigstens die maskentragenden und wortkargen Betreiber des Spukhauses. Sie erzeugen allein durch ihre Anwesenheit eine spürbare Bedrohung und ungemütliche Atmosphäre. Und wenn nach und nach die Gruselmasken fallen, sorgt das immerhin für einige schön groteske Momente. Dass wir so gut wie nichts über die Bösewichte oder ihre Beweggründe erfahren, verleiht der Geschichte zudem eine schön fiese Note.

Ziemlich schräg: Der Maskenmann auf dem Pappmaschee-Friedhof (Foto: Splendid Film)

Ziemlich schräg: Der Maskenmann auf dem Pappmaschee-Friedhof (Foto: Splendid Film)

Ansonsten kann „Halloween Haunt“ leider nicht besonders überzeugen. Die Geschichte ist grundsolide inszeniert, die Schauspieler sind okay und die Kulissen erfüllen ihren Zweck. Vom Hocker reißt uns aber nichts davon. Lediglich die immer wieder eingestreuten, teils heftigen Gewaltspitzen lassen uns kurz aufhorchen. Für mehr als äußerst gutgemeinte drei Sterne hätte der Streifen aber deutlich mehr liefern müssen.

Die Versionen

Die ungekürzte Version ist ab 18 Jahren freigegeben. Das passt aufgrund der teilweise harten Gewaltspitzen. Einige davon wirken allerdings, als ob schon fürs amerikanische R-Rating die Schere angesetzt wurde.

Das Urteil vom Horrormagazin.de

Horror von der Stange, der nur in einigen (zu wenigen) Momenten überzeugt.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Halloween Haunt"

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Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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