Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneDark House – Dunkles Vermächtnis

Die Axt im Hause erspart den Zimmermann!

Mit „Dark House“ kommt Victor Salvas („Jeepers Creepers“) neuer Film nun auch zu uns. Er ist ein Mischung aus Spukhaus-Horror und Slasher. Das Cover ziert Tobin „Jigsaw“ Bell mit Axt – gleich neben dem roten FSK-18-Siegel. Jetzt kann eigentlich nichts mehr in die Hose gehen, oder doch?

Die Geschichte

Tritt auf’s Gas – Axtmänner! (Foto: Pandastorm Pictures)

Mit ein paar Freunden feiert Nick (Luke Kleintank) seinen 23. Geburtstag. Blöderweise gibt es während der ausgelassenen Runde einen Vorfall. Nick hat wieder eine dieser Visionen. Sobald er jemanden berührt, sieht er bestimmte Dinge. Dieses Mal sah er den Tod seiner Mutter voraus. Wenige Tage später stirbt sie im Krankenhaus durch einen mysteriösen Brand.

Nick erbt eine Besitzurkunde von einem Grundstück mit Villa. Wie sich herausstellt, hat Nick sein ganzes Leben lang dieses Haus gezeichnet. Zusammen mit seiner hochschwangeren Freundin Eve (Alex McKenna) und Kumpel Ryan (Anthony Rey Perez) macht er sich auf den Weg dorthin nach Rivers End.

Dort erfahren sie, dass das Haus schon vor langer Zeit weggeschwemmt wurde. Einer der Dorfbewohner zeigt Nick den Weg, beziehungsweise wo sie suchen sollen. Sie treffen auf eine Gruppe von Landvermessern. Diese entpuppen sich später als böse Dämonen. Doch das ist nicht einzige Problem, das die Gruppe jetzt hat. Überall sind diese Axtmänner.

Filmkritik „Dark House – Dunkles Vermächtnis“

Ein Männlein steht im Walde … (Foto: Pandastorm Pictures)

Mit knapp 100 Minuten gehört „Dark House“ zu den längeren Horrorfilmen. Das wird einem vor allem dann klar, wenn man die Story noch einmal gedanklich durchgeht. Aber keine Angst, die eben beschriebene Geschichte ist nur ein Teil des etwas komplexeren Drehbuchs.

Dennoch dürfte der Film ruhig etwas knapper ausfallen. So 10 bis 20 Minuten wären da locker drin, ohne auf entscheidende Dinge zu verzichten. Auf der anderen Seite – der Film ist uncut. Die Effekte wirken nicht übertrieben nachbearbeitet, was bei den teilweise heftigen Szenen keine Selbstverständlichkeit ist. Vor allem die Axtmänner sehen schön nach alter Schule aus. Ein paar Axtflüge mehr hätte ich gerne zwar noch gesehen, aber ansonsten passt das schon.

Etwas lächerlich wirkt hingegen auf mich der sprechende Lüftungsschacht. Diese Idee ist weder originell noch gruselig. Ebenfalls etwas lahm sind die Charaktere. Zwar kennt man die Gesichter von Tobin Bell (SAW) und Zack Ward (Postal) – doch für eine gute Story fehlt ihnen einfach der richtige Hintergrund, die nötige Tiefe. Da wird nur kurz oder gar nicht darauf eingegangen. Selbst von Nick bekommt der Zuschauer nur eine Handvoll Informationen. Meiner Meinung nach leidet dadurch die Authentizität der Rollen.

… und die anderen stehen hier (Foto: Pandastorm Pictures)

Alles in allem sorgt „Dark House – Dunkles Vermächtnis“ für gute Unterhaltung. Hin und wieder werde ich als Zuschauer von der Story überrascht. Doch das richtige Wow-Erlebnis fehlt. Vielleicht liegt es an der Optik eines B-Movies. Daher fällt der Film eher in die Kategorie „Mittelmaß mit Potenzial“.

Die Versionen

Der Film „Dark House (OT: Haunted)“ erscheint am 24. März 2015 als Kaufvideo auf DVD und Blu-ray. Er ist ungeschnitten und wurde von der FSK ab 18 Jahren freigeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Durchschnittlicher Horror mit einigen guten Wendungen, aber insgesamt zu langatmig.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Dark House – Dunkles Vermächtnis"

noch kein Trailer
Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
Mehr von Ash Williams  

Weitere Filmkritiken im Genre Mystery

Mehr zeigen