Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneBloody Mallory

Aus Frankreich kommt eine Horrorkomödie, die zwar nicht mit einer intelligenten Handlung, aber dafür mit viel Witz, Charme und schrägen Ideen glänzt.

Die Rezeptur: Abgefahrene Charaktere, Martial-Arts-Einlagen, einen Hauch von Splatter und eine verrückte Idee nach der nächsten. Das Ergebnis: Kurzweilige Unterhaltung, die zwar nicht das Zeug zum Klassiker hat, aber viel Spaß macht.

Die Geschichte

Es ist Mallory (Olivia Bonamy) selbst, die bereits in der Hochzeitsnacht die jüngst geschlossene Ehe wieder annulliert – mit Hilfe einer Axt. Der Grund ist nachvollziehbar: Ihr holder Angetrauter entpuppt sich als Dämon, der sie aus lauter Hingabe unverzüglich opfern möchte.

Und damit ist alles anders. Aus der braven angehenden Hausfrau wird eine Kampfamazone mit hohem Sex-Appeal, die Jagd auf Dämonen macht. Ihre Freunde sind das stumme Mädchen Talking Tina und die Drag-Queen Vena Cava.

Ein Einsatz des Trios ist in dem Augenblick wieder gefragt, als kein Geringerer, als der Papst von Dämonen entführt wird. Mallory und Team begeben sich auf die Suche, spüren eine verschwundene Stadt in einer anderen Dimension auf und werden dort auch fündig.

Es beginnt der Kampf gegen das ultimativ Böse.

Filmkritik „Bloody Mallory“

Der besondere Charme an diesem Film ist, dass er sich selbst nicht besonders ernst nimmt. Somit entstand eine herrlich schräge Horrorkomödie, die alles mit an Bord hat, was der Zuschauer erwartet: jede Menge Dämonen, Vampire, Ghouls und andere finstere Gestalten, deftige Kampfszenen, hier und da ein Häppchen Splatter und eben sehr viel Humor.

Die verrückten Einfälle (etwa ein Barbie-rosa Leichenwagen als Dienstfahrzeug oder Plateauschuhe mit eingebauten Maschinenpistolen) reihen sich durchgängig aneinander. Nur an ganz wenigen Stellen lahmt der Film. Meistens dann, wenn er ein wenig Subtext bringen soll.

Es ist auch nicht weiter schlimm, wenn die Tricktechnik dieses netten kleinen B-Movies hier und da ein wenig hinkt. Fällt nicht sonderlich ins Gewicht. Ferner wäre es töricht, bei Vampiren und herum prügelnden Mädels reflexartig an „Buffy, die Vampirjägerin“ zu denken. Genau damit enden nämlich auch die Gemeinsamkeiten.

Die Versionen

Die 92-minütige Kinoversion ist ungekürzt auf DVD erhältlich. Die eher moderaten Splatter-Einlagen ermöglichen eine Freigabe ab 16.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Knallbunte comicartige Dämonenhatz mit hohem Spaßfaktor.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Bloody Mallory"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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