Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneGet Out

Ein schwarzer Amerikaner besucht seine weißen Schwiegereltern und erlebt sein blaues Wunder

Der erste Besuch bei den Schwiegereltern in spe kann ja ganz schön aufreibend sein. Was ein junger Afroamerikaner allerdings in diesem großartigen Streifen erlebt, sprengt alle Vorstellungen.

Die Geschichte

Zum Heulen: Chris gefällt ganz und gar nicht, was er sieht (Foto: Universal Pictures)

Zum Heulen: Chris gefällt ganz und gar nicht, was er sieht (Foto: Universal Pictures)

Der Afroamerikaner Chris Washington (Daniel Kaluuya) will das Wochenende mit seiner weißen Freundin Rose Armitage (Allison Williams) bei ihren Eltern (Catherine Keener und Bradley Whitford) verbringen.

Als sich merkwürdige Ereignisse und verstörende Zwischenfälle häufen, wird Chris schnell klar, dass mit der Familie etwas nicht stimmt. Was eigentlich ein gemütliches Wochenende auf dem Familienanwesen der Armitages werden sollte, entpuppt sich als absoluter Horrortrip.

Filmkritik „Get Out“

Voll normal? Die Schwiegereltern in spe (Foto: Universal Pictures)

Voll normal? Die Schwiegereltern in spe (Foto: Universal Pictures)

Hin und wieder gibt es Filme, die sowohl Kritik als auch Publikum überzeugen und mit beachtlicher medialer Aufmerksamkeit an den Start gehen. „Get Out“ ist einer dieser Filme. Und eines gleich vorweg: Der Streifen wird allen Vorschusslorbeeren gerecht und hat den Rummel mehr als verdient.

Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele ist eine beachtliche Gratwanderung aus Horror, Satire, Rassismusdrama mit Gesellschaftskritik und Komödie gelungen. Garniert mit je einem Schuss Slasher und Science-Fiction. Aber was dem jungen Chris auf dem Anwesen seiner Schwiegereltern in spe passiert, ist dermaßen absurd und gleichzeitig verstörend gruselig, dass man vor Filmsichtung möglichst wenig darüber wissen sollte.

Die Geschichte entfaltet ihre Spannung zunächst nur langsam, entwickelt dabei aber eine immer bedrohlicher werdende Atmosphäre. Peele spielt immer wieder mit Klischees und unserer Erwartungshaltung. Auch dann, wenn in der zweiten Filmhälfte die Hölle losbricht und alle Masken gefallen sind.

Freuen sich: Die Haushälter der Armitages (Foto: Universal Pictures)

Freuen sich: Die Haushälter der Armitages (Foto: Universal Pictures)

Der auch als Komiker arbeitende Peele beweist sich dabei nicht nur als begnadeter Schreiber, sondern auch als versierter Regisseur, immerhin handelt es sich hier um sein Debüt. Unterstützt wird die gelungene Inszenierung von seinen tollen Schauspielern, von denen alle sichtbar Spaß an ihren Rollen hatten.

Insgesamt bleibt uns nur zu sagen: Höchstwertung – Hut ab!

Die Versionen

Die FSK hat den Film ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben. Das geht allein schon aufgrund der Atmosphäre in Ordnung. Zum Ende hin wird es auch etwas blutiger.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Gelungener, abgründiger Horror-Satire-Drama-Mix, der Konventionen auf den Kopf stellt und seinesgleichen sucht.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Get Out"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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