Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneBad Biology

Monster-Penis trifft sieben Kitzler.

Mit diesem schrägen Biologie-Lehrstück hat sich Frank Henenlotter bei uns endgültig als Garant für äußerst geschmacklosen Trash etabliert. Ihm verdanken wir bereits den 80er-Jahre-Blödsinn „Brain Damage – Elmer“.

Die Geschichte

Jennifer (Charlee Danielson) träumt von erfülltem Sex (Foto: Epix Media)

Jennifer (Charlee Danielson) träumt von erfülltem Sex (Foto: Epix Media)

Jennifer ist hübsch, Fotografin – und hat sieben Kitzler. Auf der Suche nach der ultimativen Erfüllung schleppt sie reihenweise Männer ab, die sie nach dem Sex mitunter gern meuchelt. Zuvor hat sie sie bei der Paarung fotografiert. Inzwischen ist daraus eine ansehnliche Kollage geworden.

Auch Batz hat unten rum ein Problem. Nachdem ihm sein bester Freund in jungen Jahren einige Probleme bereitet hatte, hat er ihn mit Mastmittelchen und Steroiden ein bisschen zu hoch gepäppelt.

Jetzt ist der Lümmel ziemlich groß, drogensüchtig, hyperaktiv und nachts gern mal alleine unterwegs. Batz verkriecht sich vor der Welt. Doch irgendwann will es das Schicksal, dass die sehnsüchtige Jennifer und der Junge mit dem Drogendödel aufeinander treffen.

Filmkritik „Bad Biology“

Batz (Anthony Sneed) hat was genommen (Foto: Epix Media)

Batz (Anthony Sneed) hat was genommen (Foto: Epix Media)

Wir wissen nicht, was die Drehbuchautoren um Frank Henenlotter genommen haben, bevor sie mit dem Schreiben begannen. Aber gut hat es ihnen definitiv nicht getan. „Bad Biology“ ist von Anfang bis Ende in erster Linie eine völlig abgedrehte Kleine-Jungen-Phantasie. Geschmacklos, derb und vulgär und mit jeder Menge nacktem Fleisch.

Das ist aber nicht ganz unwitzig. Wenn sich Batz einen Ringkampf mit seinem durchgedrehten Schniedel liefert, können auch wir uns ein Grinsen nicht verkneifen. Ebenso wenig, wenn sich der Schlingel durch die weibliche Belegschaft des gesamten Mietshauses arbeitet. Denn dann wird es erst so richtig absurd.

Wer will, erkennt in Henenlotters Werk eine „bitterböse, intelligente Abrechnung mit moderner Sexualität, der Unsicherheit gegenüber den eigenen Lustorganen und der Allgegenwärtigkeit von Pornografie“, wie es der DVD-Produzent Epix auf seiner Webseite ausdrückt. Naja, warum auch nicht.

Erotische Entdeckung: Hauptdarstellerin Charlee Danielson (Foto: Epix Media)

Erotische Entdeckung: Hauptdarstellerin Charlee Danielson (Foto: Epix Media)

Einen Glücksgriff hat Henenlotter zweifellos mit seiner Hauptdarstellerin Charlee Danielson getan. Die äußerst hübsche Schauspielerin bringt den nötigen Stil, die Sprödigkeit und erotische Ausstrahlung mit, die so ein Film verlangt. Ihr Co-Star Anthony Sneed spielt nach besten Kräften den Dumm-Batz. Passt schon.

Die Versionen

Die uns vorliegende Fassung ist von der FSK ab 18 Jahren freigegeben, musste dafür aber an drei Stellen gekürzt werden. Denn Jennifer bekommt nach dem Sex per Blitzgeburt regelmäßig eine Art Zombie-Baby. Diese Informationen wären schon nötig, um den Schluss zu verstehen. So ist davon aber nichts zu sehen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Ein Haufen Kumpels und jede Menge Pils – ja, so könnte es gehen.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Bad Biology"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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