Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneWhile we Sleep

Ein Dämon lässt Schlafwandeln

Bei „While we Sleep“ handelt es sich um einen Exorzismus-Horror vom ehemaligen Quentin-Tarantino-Kameramann Andrzej Sekula. Er probiert sich bei diesem Film nämlich als Regisseur aus. Und ob das gutgeht, gibt es jetzt in unserer Besprechung zu lesen.

Die Geschichte

Cora kriegt Akne (Foto: Tiberius Film)

Cora kriegt Akne (Foto: Tiberius Film)

Cora (Lyra Irene Gross) hat Geburtstag. Eine ausgelassene Feier bei Sonnenschein am Pool, mit vielen Gästen und mit einer großen Geburtstagstorte ist im vollen Gange. Als die nun 13-jährige die Kerzen auspustet, erscheint ein merkwürdiger Lichtblitz. Etwas später findet die Party ein abruptes Ende, als Cora so tut, als würde sie ertrinken. Seit diesem Vorfall verändert sich das Mädchen immer mehr: Stimmungsschwankungen und Alpträume.

Die Eltern Jennifer (Jacy King) und Derek (Brain Gross) machen sich große Sorgen um ihre Tochter und holen sich professionelle Hilfe. Eine Computertomographie von Coras Kopf gibt neue Erkenntnisse. Es sind spezielle Auffälligkeiten, die die behandelnde Radiologin Dr. Nina (Darya Tregubova) schon einmal gesehen hat. Um der Sache noch weiter auf den Grund zu gehen, quartiert sich die Ärztin vorübergehend im Haus der Familie ein. Doch das ist nicht einfach. Die schlafwandelnde Cora hält alle auf Trapp: Mal zerfetzt sie ein paar kostbare Bilder, mal entrinnt nur knapp dem Tod im Wasser. Die Lage spitzt sich immer weiter zu…

Filmkritik „While we Sleep“

Jetzt heißt es Daumen beißen, ähm drücken (Foto: Tiberius Film)

Jetzt heißt es Daumen beißen, ähm drücken (Foto: Tiberius Film)

Andrzej Sekula ist kein unbeschriebenes Blatt. Schließlich war er Kameramann unter anderem bei „Pulp Fiction“, „American Psycho“ und „Reservoir Dogs“. Das gleiche gilt für Hauptdarsteller und Drehbuchautor Brian Gross – er wirkte bei „2001 Maniacs“ und „Jack Frost 2 –  Die Rache des Killerschneemanns“ mit. Beide wissen also, wie spannende Horrorfilme entstehen. Leider gehört „While we Sleep“ nicht zu jenen Filmen. Denn die Geschichte ist so glatt, dass selbst hartgesottene Exorzismus-Enthusiasten es schwer haben werden, damit warm zu werden.

Die ersten Minuten fangen spannend an. Schließlich ist in diesem Moment noch vollkommen unklar, warum Tochter Cora ihre eigene Geburtstagsparty sprengt. Gut 50 Minuten später wissen wir es. Also jedenfalls so ungefähr, denn die Geschichte ist nicht immer ganz lückenlos. Die Handlung kommt schlußendlich dann doch noch ins Rollen. Das ist dem Umstand geschuldet, dass sich Cora optisch verändert. Von Schimpfwörtern mal ganz abgesehen, ist sie dem Stimmbruch nahe und Krabbeln auf allen Vieren, kann sie auch. Ein zeitigeres Einsetzen ihrer Verwandlung hätte einen sicheren Dran-Bleiben-Effekt gehabt.

Nimm den Stift, mal etwas (Foto: Tiberius Film)

Nimm den Stift, mal etwas (Foto: Tiberius Film)

Dass ein Dämon Besitz von einem Kind ergreift, wurde seit „Der Exorzist“ so gut wie in allen Varianten ausprobiert und durchgespielt. Mal gut, mal weniger gut. „While we Sleep“ gehört zur zweiten Kategorie: zu langatmig und zu unspektakulär. Die Schockmomente sind so lala und bleiben auch nicht wirklich hängen. Wie es hingegen funktionieren kann, hat „Der letzte Exorzismus“ vorgemacht. Und der Film ist auch schon über 10 Jahre alt. Also, wo bleiben die Überraschungen meine Herren?

Die Versionen

So biegt man heute (Foto: Tiberius Film)

So biegt man heute (Foto: Tiberius Film)

„While we Sleep“ aus dem Jahr 2021 lässt sich weder als brutal noch blutig beschreiben. Der Film hat das blaue FSK-16-Siegel erhalten und ist seit April diesen Jahres digital, als DVD und Blu-ray erhältlich.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Zahnloser Dämonen-Horror, der viel zu spät in Fahrt kommt und dann auch kaum etwas Neues bringt. Damit gibt es für „While we Sleep“ nur zwei blasse Sterne. 98867ff761b149f68f92834536f019fa

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "While we Sleep"

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Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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