Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneWhen Animals Dream

Alle kennen die Wahrheit. Nur eine nicht.

Vergesst „American Werewolf“. Denn es ist Zeit für „When Animals Dream“. Der neue Horrorthriller aus Dänemark von Regisseur Jonas Alexander Arnby entführt uns in eine ungewöhnliche Welt mit bedrückenden Bildern. Kinostart in Deutschland ist der 21. August 2014. Wir konnten uns den Gruselstreifen bereits anschauen.

Die Geschichte

Marie und Daniel kommen sich näher (Foto: PROKINO Filmverleih GmbH)

Marie und Daniel kommen sich näher (Foto: PROKINO Filmverleih GmbH)

In einem kleinen Fischerdorf im Norden Dänemarks wohnt Marie (Sonia Suhl). Sie ist 16 Jahre alt und hat gerade einen neuen Job in einer Fischfabrik angefangen. Das schüchterne Mädchen ist sonst kaum unter Menschen und lebt bei ihren Eltern zurückgezogen. Das hat auch einen Grund: Die Familie ist im ganzen Ort bekannt, aber niemand spricht über das, was damals geschah. Seit diesem ganz gewissen Ereignis wird Maries Mutter (Sonia Richter) mit Medikamenten ruhig gestellt. Das belastet nicht nur Marie, sondern auch ihren Vater Far (Lars Mikkelsen).

Während ihrer Arbeit lernt Marie Daniel (Jakob Oftebro) kennen und freundet sich mit ihm an. Daniel akzeptiert, dass sich Marie manchmal etwas eigenartig verhält. Sie wollen zusammen fliehen – raus aufs Meer. Doch dann kommt es zu mysteriösen Todesfällen im Dorf. Hat Marie damit etwas zu tun? Ihre Verwandlung hat längst begonnen.

Filmkritik zu „When Animals Dream“

Vater Far (Lars Mikkelsen) hat gerade etwas erledigt (Foto: PROKINO Filmverleih GmbH)

Vater Far (Lars Mikkelsen) hat gerade etwas erledigt (Foto: PROKINO Filmverleih GmbH)

Glücklicherweise entwickelt sich „When Animals Dream“ nicht wie ein klassischer Werwolf-Film. Vielmehr stehen Marie und Daniel im Vordergrund. Umgeben wird ihre Teenagerliebe mit erlesenen Bildern ihres einsamen Fischerdorfs. Doch diese sehen keineswegs harmonisch oder romantisch aus. Ganz im Gegenteil. Wie es sich für einen nordischen Horror versteht, wirkt die Atmosphäre bedrückend und schwermütig. Neben der idealen Umgebung punktet der Film durch seine Musik. Der Sound wirkt manchmal minimalistisch, manchmal gibt es satte Bässe – doch immer passt er hervorragend.

Aufgrund der etwas undefinierten Story am Anfang braucht man als Zuschauer etwas Zeit, sich in den Film zu finden. Das liegt vielleicht auch an der Rollenbesetzung. Sonia Suhl wirkt als Marie, als hätte sie eine Dosis Schlaftabletten gefuttert. Vom Charakter her passt das schon. Doch sie bewegt sich fast in Zeitlupe durch die ersten Filmminuten. Im Laufe der Geschichte wird der Grund ihres Verhaltens dann auch erklärt. Mit Lars Mikkelsen ist die Rolle von Maries Vater gut besetzt. Ihn kennt man bereits aus einigen dänischen Krimiserien.

Marie hat sich verwandelt (Foto: PROKINO Filmverleih GmbH)

Marie hat sich verwandelt (Foto: PROKINO Filmverleih GmbH)

Richtig, kein Werwolf-Film ohne Blut. Das gibt es bei „When Animals Dream“ natürlich auch. Regisseur Jonas Alexander Arnby geht damit allerdings sparsam um. Großer Splatter? Fehlanzeige! Arnby setzt ganz auf die Phantasie der Zuschauer. Einige Szenen sind bewusst verkürzt oder gar nicht erst zu sehen, was die Spannung durchaus hebt. In Punkto Kostüme gibt es allerdings Punktabzug. Maries Verwandlung ist zwar top in Szene gesetzt. Doch der niedrige Haaransatz und die Wolfsschminke in der Nahaufnahme sehen schon fast lustig aus. Das Kostüm ist leider unglaubwürdig. Schade.

Die Versionen

„When Animals Dream“ kommt am 21. August 2014 in die deutschen Kinos mit einer FSK-Freigabe ab 16 Jahren. Das passt schon.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Feine und spannende Werwolf-Romanze in nordischer Gruselmanier.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "When Animals Dream"

noch kein Trailer
Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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