Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneThe Rezort – Willkommen auf Dead Island

Dieser Film über einen Vergnügungspark ist kein Vergnügen.

Ein Vergnügungspark mit Zombies auf einer traumhaften Urlaubsinsel – Mahlzeit! Warum bekommen die Macher nur keinen guten Film aus dieser Idee gefertigt? Stattdessen gibt’s einen ehemaligen Star auf dem Tiefpunkt seiner Karriere.

Die Geschichte

Festgefahren: Jetzt heißt es, die Beine in die Hand genommen (Foto: Ascot Elite)

Festgefahren: Jetzt heißt es, die Beine in die Hand genommen (Foto: Ascot Elite)

Die Zombiekalypse ist weitgehend überstanden, 2 Milliarden Menschen sind ihr zum Opfer gefallen. Daraus muss sich doch ein Geschäft machen lassen. Also haben findige Unternehmer auf einer spanischen Urlaubsinsel eine Art Vergnügungspark mit Zombies errichtet, der Luxusurlaub mit der Jagd auf Untote verbindet.

Als eine Besuchsgruppe um Melanie (Jessica de Gouw) und den geheimnisvollen Archer (Dougray Scott – Genau der!) gerade auf Tour ist, versagt das Sicherheitssystem und die Zombies beginnen mit dem, was sie am besten können: Menschen jagen. Doch wer hat das Sicherheitssystem manipuliert, und wo bekommt der Park seinen dauerhaften Nachschub an Wiederauferstandenen her?

Kritik „The Rezort – Willkommen auf Dead Island“

Abgestiegen: Dougray Scott hat immerhin mal Tom Cruise in „Mission: Impossible 2“ bekämpft (Foto: Ascot Elite)

Abgestiegen: Dougray Scott hat immerhin mal Tom Cruise in „Mission: Impossible 2“ bekämpft (Foto: Ascot Elite)

„‚Jurassic Park‘ trifft auf ‚Walking Dead‘“, so vielversprechend beschreibt der Verleih den Streifen. Klar, der will ihn ja auch verkaufen. Im Prinzip stimmt der Satz sogar, wir würden aber noch „auf Seifenoper-Niveau“ hinzufügen, denn „The Rezort“ sieht unglaublich billig aus. Das beraubt den Streifen jeglicher Atmosphäre. Auch spannend ist er nicht, und die meisten Darsteller nerven. Damit ist im Prinzip schon alles gesagt. Jede einzelne „Walking Dead“-Folge hat mehr zu bieten.

Lobend erwähnen wollen wir aber das teils schön gelungene Zombie-Make-up und die für das Genre so obligatorischen Einschuss-Effekte. Knabbereien halten sich hingegen stark in Grenzen. Schön sind auch die Verweise auf aktuelle Weltgeschehnisse, die dem Ganzen einen sozial- und gesellschaftskritischen Rahmen geben. Leider machen Regisseur und Drehbuchautor viel zu wenig daraus. George A. Romero kann das besser.

Zielsicher: Vor dem Parkbesuch gibt es Trockenübungen (Foto: Ascot Elite)

Zielsicher: Vor dem Parkbesuch gibt es Trockenübungen (Foto: Ascot Elite)

Eine Gemeinsamkeit mit „The Walking Dead“ gibt es dann doch noch, und die ist hier wie da unschön: Den Zombies, die ansonsten laut grunzend oder stöhnend durch die Gegend laufen, gelingt es immer wieder, sich mucksmäuschenstill an Menschen heranzuschleichen und sie überraschend zu attackieren. Das muss doch anders gehen.

Die Versionen

Die FSK hat den Film zurecht ab 16 Jahren freigegeben. Es gibt einige blutige Schusswunden, ansonsten ist das Gezeigte harmlos und wird durch die fehlende Atmosphäre noch weiter verwässert.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Spannungsarm und ohne Atmosphäre, nur einige Pluspunkte retten gerade noch vor der Tiefstwertung.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Rezort – Willkommen auf Dead Island"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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