Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneScream 4

Was ist dein Lieblingshorrorfilm?

Ähem, sieben? Hey, aber das ist doch erst der vierte Teil. Gleich am Anfang des neuen Scream 4 werden wir aufgeklärt. Alles gar nicht real? Jedenfalls bisher, denn nur die Geschichte vor 15 Jahren war echt und jetzt will sie jemand nachspielen.

Die Geschichte

Wer steht denn da hinter Gale (Courteney Cox)? (Foto: Universal)

Zwei Mädchen sitzen auf der Couch und schauen sich einen Horrorfilm an. Schnitt. Wieder zwei Mädchen vorm Fernseher. Wieder Schnitt. Und noch einmal. Es ist der Jahrestag der Morde. Die Stab-Filmreihe genießt einen gewissen Kultstatus. Vor 15 Jahren fing alles an. Hier in Woodsboro begann der Killer mit der weißen Maske seine Mordserie.

Sidney Prescott (Neve Campbell) ist wieder in der Stadt. Mit im Gepäck ihr neues Buch „Out of Darkness“. Sie stellt es in der hiesigen Bücherhalle vor und trifft dort auf die Autorin der Stab-Filme, die Journalistin Gale Weathers (Courteney Cox). Sie und Gale sind zwei der Überlebenden des Massakers von damals. Mittlerweile sind Sheriff Duey (David Arquette) und Ex-Reporterin Gale verheiratet. In der Kleinstadt findet das jährliche „Stabaton Festival“ statt – ein Marathon mit allen sieben Filmen.

Sidney wohnt bei ihrer Tante Kate und Cousine Jill. Sie werden Zeugen eines brutalen Mordes in der Nachbarschaft. Und etwas später fällt Sidneys Pressesprecherin einem Killer mit der weißen Maske zum Opfer. So kommt es, wie es in solchen Sequels immer kommen muss: Ein Nachahmungstäter lässt das neue Blutbad ein.

Filmkritik „Scream 4“

Der Schlitzer mit der weißen Maske (Foto: Universal)

Der Filmanfang wirkt nicht ganz taufrisch. Die Rückblenden auf die fiktiven Teile Stab 5, 6 und 7 sind unspektakulär und erinnern zudem stark an „Freddys New Nightmare“ von 1994. Auch dort wird dem Zuschauer vorgegaukelt, dass die Vorgängerfilme ja alle nur „gespielt“ waren. Und dass das aktuelle Geschehen echt sei. Oder, Herr Wes Craven?

Mit Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette bringt Produzent Bob Weinstein altbekannte Gesichter zurück ans Set. Die Story schafft allerdings keine neuen Erkenntnisse über die Hintergründe der früheren Filme. Das betrifft auch Überraschungseffekte und Ausschmückung der Szenen. Natürlich darf der mysteriöse Schlitzer mit der weißen Maske nicht fehlen und er ist flink wie immer unterwegs. Dazu zählen beispielsweise die Attacken in der Tiefgarage, in der Wohnung oder im Krankenhaus. Hier geht es teilweise heftig zur Sache. Die Morde sind spürbar härter als in den ersten Teilen.

Was liegt denn da im Kofferraum? (Foto: Universal)

Im Zeitalter der totalen Vernetzung spielen Smartphones und Webcams eine wichtige Rolle. So auch hier. Nur die im Film vermittelte Aussage „Jeder lebt im Internet und jeder wird die Scheiße sehen – niemand liest heute noch“ soll vielleicht eine hübsch radikale Lebenseinstellung reflektieren, verlangt uns dann doch nur ein müdes Lächeln ab.

So freuen wir uns durchaus über so Kleinigkeiten wie die Tatsache, dass in einer Szene die Horrorkomödie „Shaun of the dead“ über die Mattscheibe rieselt. Wie schön Entertainment doch sein kann.

Die Versionen

Der vierte Teil der Scream-Reihe lief dieses Jahr mit 111 Minuten als FSK-16-Version im Kino und ist bereits als DVD/Blu-ray erschienen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Neu ist nur die Zahl 4 im Filmtitel. Alles andere war schon mal da.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Scream 4"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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