Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneRepeaters – Tödliche Zeitschleife

„Täglich grüßt das Murmeltier“ ohne Murmeltier - dafür mit Junkies und einer starken Geschichte.

In diesem verzwickten Horrorthriller stecken drei Drogensüchtige in einer Zeitschleife fest. Doch nur zwei empfinden das als Last, der dritte sieht es als Geschenk. Das gibt Probleme für die drei – und für uns endlich wieder eine Thriller-Perle.

Die Geschichte

Mike lässt in der Zeitschleife die Sau raus (Foto: Eurovideo)

Sonia, Kyle und Mike sitzen im Entzug. Heute haben sie einen Tag lang Ausgang, um wichtige Dinge zu regeln. Mike besucht seinen Vater im Knast, Sonia ihren im Krankenhaus, Mike versucht, mit seiner Schwester zu reden. Alle drei scheitern. Sie werden abgewiesen. Obendrein stirbt Sonias Vater am Abend.

Am nächsten Tag passiert alles noch einmal. Genau wie am Vortag. Die drei stecken in einer Zeitschleife, von der nur sie wissen. Sie behalten alle Erinnerungen, nur ihre Umwelt weiß am nächsten Tag von nichts mehr.

Und sie reagieren verschieden. Mike findet Gefallen an der Sache. Er knallt die beiden Polizisten ab, die er noch nie leiden konnte. Er raubt und vergewaltigt. Sonia und Kyle suchen unterdessen nach einem Ausweg. Vielleicht hilft ja eine gute Tat.

Filmkritik „Repeaters – Tödliche Zeitschleife“

Neues aus dem Zeitschleifen-Ressort. Und das ist hoch interessant. Regisseur Carl Bessai lässt – anders als bei anderen Beiträgen – drei Figuren den Alptraum gemeinsam erleben. Damit schafft er Platz für spannende Konflikte. Die Figuren müssen sich miteinander und der Situation arrangieren, jeder erlebt die Zwangslage anders.

Kyle und Sonia müssen sich vor Mikes Ausbrüchen in Sicherheit bringen (Foto: Eurovideo)

Vor allem der anfangs so unscheinbare und sogar unschuldig wirkende Mike wächst dabei im Lauf des Films zu einer beängstigend brutalen Figur heran. Das kann man durchaus als Parabel darauf verstehen, wie unterschiedlich Menschen mit einer besonderen Macht oder Gabe umgehen.

Daneben zeichnet der Film das Porträt einer kaputten Gesellschaft und gibt Einblicke in die Köpfe Süchtiger – selbst verschuldet oder eben auch nicht. Hier sind Familienverhältnisse zerrüttet, werden Kinder missbraucht, greifen Minderjährige zu Drogen.

Neben der feinen, ausgereiften Story gebührt auch dem hervorragenden Trio aus Jungdarstellern ein großes Lob. Sie beherrschen ihr Handwerk, spielen mit und ohne Worte präzise und machen „Repeaters“ damit endgültig zu einer Genre-Perle.

Da verzeihen wir gern ein paar Logiklöcher, die das Thema Zeitschleife zwangsweise mit sich bringt.

Die Versionen

Die FSK hat den Thriller ab 16 Jahren freigegeben. Das passt zur Drogenthematik und der teils ziemlich ruppigen Gangart.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Hochspannender Mystery-Thriller mit klasse Darstellern und reifer Story.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Repeaters – Tödliche Zeitschleife"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
Mehr von Martin Riggs  

Weitere Filmkritiken im Genre Fantasy/SciFi

Mehr zeigen