Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneMy Name is Bruce

Der Auserwählte ist wieder da und sein Name ist Bruce.

Dass er es noch nicht verlernt hat, zeigt Bruce Campbell – aka Ash Williams – in diesem wunderschön inszenierten Independent-Werk. Er führt nicht nur Regie, sondern spielt sich auch selbst. Es geht um eine Kreatur der Finsternis. Doch damit kennt er sich seit „The Evil Dead – Tanz der Teufel“ bestens aus. Slapstick und Selbstironie – ein Film für Fans trashiger Horrorkomödien.

Die Geschichte

Der Dämon Guan-Di hat es auf die Bewohner von Gold Lick abgesehen. (Foto: Image Entertainment Inc.)

Der Dämon Guan-Di hat es auf die Bewohner von Gold Lick abgesehen. (Foto: Image Entertainment Inc.)

Jeff und sein Kumpel sind mit dem Auto unterwegs. Ihr Ziel ist der alte chinesische Friedhof von Gold Lick. Sie wollen hier zwei Mädchen treffen und ein bisschen Spaß haben. An dem außergewöhnlichen Ort angekommen, wandern die vier über die dunklen Gräber und entdecken einen Stein mit einem Amulett. Dass es magische Kräfte besitzt, wissen sie noch nicht. Doch als sie es aus dem Stein entfernen wollen, befreien sie damit die chinesische Kreatur Guan-Di. Die tötet drei von ihnen. Nur Jeff kann als einziger flüchten. Zuhause angekommen, hofft er auf die Hilfe seines Idols Bruce Campbell.

Dummerweise hat Bruce gerade ein kleines Karrieretief – seine Frau hat ihn verlassen und er muss sich mit langweiligen B-Movies wie „Cavealien 2“ zufrieden geben. Jeff findet ihn angetrunken in einem abgewrackten Campingwagen. Keine Chance – Bruce blockt jede Kommunikation ab. Da hilft nur noch Gewalt, denkt sich Jeff. Mit dem bewusstlos geschlagenen Schauspieler im Kofferraum, fährt er zur alten Minenstadt Gold Lick.

Dort hält Bruce das Ganze noch für eine Geburtstagsüberraschung seines Managers Mills Toddner (Ted Raimi). Als er die Hintergründe über Guan-Di erklärt bekommt, versteht er nicht, dass sich alles nur um ihn dreht. Er soll der Auserwählte sein. Doch anstatt gegen das Böse zu kämpfen, nimmt Bruce erst einmal Reißaus. Die Gemeinde und Jeff fühlen sich im Stich gelassen … doch dann bringt er allen Mut auf und kommt zurück.

Filmkritik „My Name is Bruce“

Einfach herrlich. Der Film beginnt munter mit einigen schönen Splatterszenen auf dem Friedhof. Doch die sind nicht zum Fürchten da. Eins, zwei, drei und schon bleibt von den Teenagern nur noch Jeff, der sich bereits vorher als totaler Bruce Campbell Fan outet.

Bruce und sein Manager Toddner (Ted Raimi) im Pub (Foto: Image Entertainment Inc.)

Bruce und sein Manager Toddner (Ted Raimi) im Pub (Foto: Image Entertainment Inc.)

Wie es bei großen Vorbildern oft vorkommt, erwartet man zu viel von ihnen. So auch hier. Unser Filmheld Bruce hat nämlich ganz andere Sorgen. Im Privatleben versucht er sich von einem zum anderen Tag zu retten. Griesgrämig und abgeklärt – so wie wir ihn kennen und lieben – meistert er seinen tristen Alltag. Da stört auch keineswegs ein falsch geschriebener Name auf einem riesigen Willkommensplakat oder ein übernatürlich starker chinesischer Dämon.

Abgesehen von der vorhersehbaren Story, gibt es kaum Kritikpunkte. Schauspielerische Leistung, Effekte, Spannung und Wortwitz sind ausgewogen. Selbst an ein paar Macho-Sprüche wurde gedacht. In gewohnter „Evil Dead“-Manier liegt stets eine Portion Witz in der Luft. Nicht ganz unschuldig daran ist auch Bruce‘ langjähriger Kollege und Freund Ted Raimi, der gleich drei Charaktere spielt.

Die Versionen

Mit 84 Minuten läuft der Film als ungekürzte Fassung und hat das blaue FSK-16-Siegel.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Flott, witzig und unkompliziert – ein Muss für Fans des einzig wahren Bruce.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "My Name is Bruce"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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