Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneDetour

Auch Schwedens Hinterwälder sind nicht ganz ohne.

Junges Pärchen fährt nachts durch Wald, kriegt Panne, Problem und dann Panik. Mittelprächtiger Backwoodslasher aus Norden.

Die Geschichte

Flossen hoch – Lina hat die Faxen dicke (Foto: Ascot Elite)

Eigentlich ist es ja nur ein Kavaliersdelikt, das Martin und Lina auf sich nehmen, um die Getränke für die Hochzeit ihres dicken Kumpels heranzuschaffen. Sie fahren über die Grenze nach Schweden, kaufen dort günstig ein und wollen den Zunder nach Hause schmuggeln.

Doch dann kommt’s dicke. Die Straße ist gesperrt – Wildunfall dort vorne. Der kantige aber freundliche Polizist empfiehlt dem schwitzenden Pärchen eine Umleitung, der sie folgen sollen. Sie passieren eine alte Tankstelle, fahren weiter, biegen sogar richtig ab – und haben plötzlich einen Platten. Die Polizei können sie schlecht rufen, schließlich haben sie ziemlich heißen Stoff im Kofferraum.

Sie diskutieren hin und her, doch dann kommt der Polizist von sich aus zufällig vorbei und nimmt sie mit zu einem alten Ehepaar. Mit denen stimmt aber irgendetwas nicht. Und warum rennt eine blutende junge Frau durch den Wald und fleht um Hilfe?

Martin und Lina stecken in der Falle (Foto: Ascot Elite)

Geübte Horrorfilmgucker wissen schon, was dann kommt.

Filmkritik „Detour“

Es ist doch alles irgendwie recht durchschnittlich, was uns Regisseur Severin Eskeland hier vorsetzt. So als hätten wir es schon x-mal gesehen. Die Spannung ist zwar recht okay, die Schauspieler auch, aber die Story – naja ohne den Kniff mit den Videokameras im Wald wäre sie sogar richtig banal.

Irgendwie hatten wir bei Studium des Prospekts zum „Fantasy Filmfest 2010“ die versteckte Hoffnung, tatsächlich so eine Art Horror-Big-Brother zu bekommen. Vielleicht mit einem Schuss Mediensatire. Doch das schafft „Detour“ nicht mal im Ansatz. Stattdessen gibt es konventionellen Psychopaten-Kram.

Sauereien im norwegischen Wald (Foto: Ascot Elite)

Pluspunkte gibt es immerhin dafür, dass Eskeland dem gängigen Trend widersteht und auf ausgedehnte Foltersequenzen verzichtet. Dafür erspart er uns ein paar andere Klischees nicht. Zum Beispiel Szenen, in denen die Heldin einen Gangster K.o. schlägt und dann versucht, vorbei zu schleichen, anstatt ihn endgültig außer Gefecht zu setzen. Und wann … wann lernen Horrorfilmakteure endlich, dass sie nachts beim Autofahren gefälligst auf die Straße zu gucken haben? Stattdessen gaffen sie ewig ihre Mitfahrerin an und dann macht es Peng.

Die Versionen

„Detour“ hat nicht allzu viele Bluteffekte. Deshalb geht die Freigabe von der FSK ab 16 Jahren sicherlich in Ordnung.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Herkömmlicher, nicht unspannender Schocker. Kann man sehen, muss man aber nicht.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Detour"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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