Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneDer Exorzismus der Emma Evans

Schon wieder ein Exorzismus-Streifen. Aber der Nerv-Faktor bleibt (noch) aus.

Unangepasste pubertierende Göre meets Evil. So lässt sich die Story grob herunterbrechen. Doch der Film überzeugt nach dem Clausthaler-Prinzip: Nicht immer, aber immer öfter.

Die Geschichte

Die Kirche ist mal wieder auf dem Kreuzzug (Foto: Universum Film)

Zunächst wirkt Emma Evans nur wie ein 15-jähriges Mädchen, das sich gegen das strenge Elternhaus auflehnt und gegen bestehende Regeln rebelliert. Doch schon bald wird die Situation beunruhigend. Emma bekommt unerklärliche epileptische Anfälle und seltsame Aussetzer, die auch die Ärzte nicht erklären können.

Sie selbst wendet sich an ihren Onkel, einen Exorzismus-erfahrenen Priester. Sie ist davon überzeugt, besessen zu sein. Nach anfänglicher Skepsis von allen Seiten kommt es tatsächlich zur Teufelsaustreibung. Die resultierenden Schäden und Verluste sind verheerend.

Filmkritik „Der Exorzismus der Emma Evans“

Sieh mal einer an: Vielleicht sollten Horror-Produktionen künftig nur noch in Europa gedreht werden. Dieser spanische Thriller hat es in sich und lässt Hollywood ziemlich blass aussehen.

Als er sich einen Käfer zum Geburtstag wünschte, haben ihn die anderen missverstanden (Foto: Universum Film)

Anfangs plätschert er noch gefällig vor sich hin. Doch kurz nachdem wir uns mit dem Gedanken angefreundet haben, dass es sich eher um Durchschnittsware handelt, geht es richtig rund.

Die Inszenierung ist – wichtig für Filme dieser Art – sehr sorgfältig und verzichtet auf allzu plakative Szenen und unnötige Effekthascherei. Immer dann, wenn sich die Handlung zu weit in den Sumpf der spekulativen Darstellungen wagt, reißt Regisseur Manuel Carballo das Ruder herum und verlegt sich mehr auf das Stilmittel des Dramas.

All diese Elemente sind so gut verwoben, dass der Film nie konstruiert wirkt. Auch die überraschenden Wendungen überzeugen – vor allen Dingen am Filmende.

In der Summe bleibt ein spannender Thriller mit einem hohen Maß an Dramatik.

Das Exorzismus-Thema ist zwar mittlerweile dabei, ähnlich ausgelutscht zu werden, wie Vampire oder Zombies. Aber dieser Film ist ein äußerst respektabler Beitrag.

Die Versionen

„Der Exorzismus der Emma Evans“ verzichtet auf unnötige Brutalitäten und wurde von der FSK ab 16 Jahren freigegeben. Die Laufzeit beträgt 97 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Hervorragend umgesetzter Exorzismus-Thriller mit spannenden Wendungen.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Der Exorzismus der Emma Evans"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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