Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneBlood runs cold

Frostiger Slasher mit Axt-Effekt, für den wir uns nicht ganz erwärmen können.

Die Vorbilder für diesen Hauer aus Schweden sind klar: „My bloody Valentine“, „Dead Snow“ und das auf der DVD-Packung angegebene „Freitag der 13.“ Nur sind deren Schneestapfen für dieses kleine Filmchen ein gutes Stück zu groß.

Die Geschichte

Winona hat Feuer – der Film leider nicht (Foto: Ascot Elite)

Sängerin Winona braucht eine Auszeit. Sie mietet ein Haus im verschneiten Winterwald nahe ihrem Heimatort. Dort trifft sie auch prompt auf ihre alte Liebe Rick. Sie hatte ihn damals für die Karriere sitzen gelassen, findet ihn aber trotzdem noch immer ziemlich schnuckelig.

Sie lädt ihn, seinen besten Freund und dessen Freundin ins Haus ein. Die vier trinken, haben paarweise Sex und gehen schlafen. Nur leider sind sie nicht allein. Ein Axtmörder mit Skibrille und Schal vor dem Nahrungseinwurf geht um und dezimiert schon bald die Truppe. Nur Winona bleibt übrig und legt sich mit dem schlimmen Finger an.

Doch der ist kein Mensch und somit nicht einfach zu töten. Die Sängerin muss sich etwas einfallen lassen. Umsingen kann sie ihn ja nicht.

Filmkritik „Blood runs cold“

Bei manchen Filmen wünschen auch wir uns, dass so ein unsterblicher Axt-Typ erscheint und dazwischen geht. Und zwar bevor die Crew mit dem Drehen beginnt. Dann wäre uns das hier erspart geblieben.

Verdammte Axt (Foto: Ascot Elite)

Bei diesem ach so harten Slasher erwartet uns zunächst eine gute Dreiviertelstunde ödes Geplänkel mit abgenutzten Beziehungskisten, belanglosen Dialogen und einer Prise Sex. Das ist langsam und reichlich unpackend.

Dann darf endlich der Killer loslegen, und die Sache kommt in Fahrt. Verstehen wir uns nicht falsch: Ein sauspannendes Ding geht immer noch anders. Aber wenigstens bestaunen wir hübsche Splatter-Einlagen und ein paar coole Regie-Momente.

Doch zwischendurch nerven immer wieder digital abgedunkelte Szenerien, das miese Spiel der überforderten Hauptdarstellerin, und der ständige Rhythmus-Wechsel. Kaum geht es mal rund, folgt gleich wieder eine Szene, in der Winona versucht, jemanden anzurufen. Oder sie beginnt zu putzen (!), nachdem sie Blut und zerbrochene Flaschen im Wohnzimmer findet. Oder sie läuft einmal mehr staunend durch die Gegend. Solche Dinge bremsen immer wieder aus und lassen das Gesamtwerk tranig wirken.

Von Mitfiebern keine Spur. Erklärungen erwarten wir schon gar nicht. Und den Schluss muss jemand mit der Axt einfach abgehackt haben.

Die Versionen

Holla, es geht munter zur Sache. Da ist die FSK-Freigabe ab 16 Jahren schon erstaunlich. Aber ungeschnitten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Hausbackener, schlecht gespielter, langsamer Slasher. Ein Tiefkühlfach ist spannender.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Blood runs cold"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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