27.07.2012

Unser Kurzfilm-Tipp am Freitag: Generation Mutation

Unser Kurzfilm-Tipp am Freitag: Generation Mutation

Es gibt ja eine Menge Amateurfilme, bei denen wir uns – nicht zu Unrecht – fragen: Warum gibt es die überhaupt? Wer macht so einen Mist? Und warum tut er uns das in Gottes Namen nur an? Dieser hier ist anders. Denn bei dem fröhlichen Splatterstück „Generation Mutation“ fragen wir uns das alles nicht. Es liegt auf der Hand: Hier hatten ein paar durchgeknallte Typen jede Menge Spaß und vielleicht auch ein paar Kaltgetränke zu viel. Und das sieht man dem Ergebnis in jeder Minute an.

Zur Geschichte

Ach ja, so eine Art Story war da auch noch: Steven ist im Supermarkt unterwegs. Da ruft ihn sein Freund Corey an, er solle doch mal auf ein paar Zombiefilme rüberkommen. Unterwegs sieht Steven, wie ein Untoter eine Frau anknabbert. Nur niemand glaubt ihm. Er schnappt sich Corey, sie gehen ins Krankenhaus. Doch dort erleben sie ihr blaues Wunder.

Natürlich bringt der Kurzfilm alle Mängel mit, die ein Amateurfilm nun mal so hat. Er ist grottig gespielt. Die Logik hat einen ziemlich großen Bogen um die Drehorte gemacht. Den Effekten sieht man an, dass sie nicht allzu viel kosten durften.

Trotzdem sind ein paar coole Blutnummern dabei. Die Kamera punktet mit durchdachten Perspektiven. Und wenn der Steven-Darsteller mit thüringischem Dialekt vom „Riverside-Porkplotz“ redet, dann hält es uns vor Lachen nicht mehr auf dem Schemel. Zumal Steven sich kurz zuvor einen Sechserträger „Becks“ im Discounter gegönnt, ihn aber ziemlich lässig mit US-Dollar bezahlt hat. Das und viele weitere Brüller, inklusive der grandiosen Schluss-Pointe machen „Generation Mutation“ zu einem Geheimtipp für alle, die mal wieder sehen wollen, was man mit wenig Geld, aber dafür umso mehr Fantasie und Leidenschaft alles auf die Beine stellen kann.

Den Trailer und den kompletten Film zum Schauen gibt es hier:

Mindestens ebenso gut ist auch der Horrorstummfilm „Angriff der Killerkacke“. Eine … naja … Hommage an die guten alten Horrorflicks aus den fünfziger Jahren, als immer irgendetwas Killer-mäßiges angriff. Das Stück ist nur ein paar Minuten lang, aber dafür – pardon – scheißenkomisch.

Alle Filmdaten zu „Generation Mutation“ im überblick

  • Titel: Generation Mutation
  • Alternativer Titel: Teenage Mutant Braindead Zombies
  • Laufzeit: ca. 20 Minuten
  • Produktionsjahr: 2012
  • Produktionsland: Deutschland
  • Regie: Alex Lotz
  • Drehbuch: Alex Lotz, Alex Schäble
  • Musik: Alice Hive

Foto: Screenshot Sandermania

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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