Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneWrong Turn 4

Das Prequel von Rob Schmidt's "Wrong Turn" hinterlässt blutige Spuren.

Warum haben die Wärter einer Irrenanstalt strahlend weiße Kittel an? Richtig, damit man die Blutflecken besonders gut erkennen kann. Und davon gibt es bei „Wrong Turn“ erfahrungsgemäß genug. Der vierte Teil macht hier keine Ausnahme. Allerdings war das auch schon das Positive.

Die Geschichte

Schau mir auf die Zähne, Kleines. (Foto: Constantin Film)

Schau mir auf die Zähne, Kleines. (Foto: Constantin Film)

1974, Sanatorium von Glenville. Doktor Ryan gibt Doktor Ann McQuaid eine kleine Führung durch die Nervenheilanstalt. Die Hauptattraktion sind die missgebildeten Kinder „One Eye“, „Saw Tooth“ und „Three Finger“. Doch der Rundgang wird jäh beendet. Mittels Haarnadel können sich die Insassen befreien und das komplette Personal überwältigen. Ryan und McQuaid werden hingerichtet.

Schnitt. 29 Jahre später plant eine neunköpfige Gruppe Studenten einen Wochenendtrip in eine Waldhütte. Auf halbem Weg stoppen sie die Schneemobile und suchen Unterschlupf in einem verlassenen Krankenhaus. Da der Schneesturm immer stärker wird, beschließen sie, die Nacht hier zu verbringen. Doch was sie nicht wissen; die drei Kannibalenbrüder aus der Rückblende vom Filmbeginn wohnen immer noch hier. Schon in der ersten Nacht verschwinden Porter und Vincent.

Am nächsten Morgen entdecken die Restlichen, dass jemand ihre Schneemobile sabotiert hat. Sie verbarrikadieren sich, um anschließend nach den beiden Vermissten zu suchen. Doch ohne Erfolg. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Jenna überrascht einen Kannibalen in der Küche. Zurück bei der Gruppe finden sie Porters abgetrennten Kopf. Und dann wird Clair erhängt. Letzte Chance ist jetzt Hilfe zu holen. Lauren macht sich startbereit für einen Ski-Lauf um Leben und Tod.

Filmkritik „Wrong Turn 4“

„Wrong Turn 4“ ist ein Prequel und spielt zeitlich vor dem ersten Teil. Regisseur Declan O’Brien will damit einen spannenden Neuanfang wagen, der ihm aber nicht recht gelingt. Zwar versuchen die Protagonisten gut auszusehen und das Beste aus ihrer misslichen Lage zu machen, doch leider ohne Erfolg. Das dünne Drehbuch mit überfülligen Dialogen macht ihnen es nicht leicht.

Das Hauptgericht: Menschen-Fondue (Foto: Constantin Film)

Das Hauptgericht: Menschen-Fondue (Foto: Constantin Film)

Dazu kommt noch, dass „Three Finger“ und seine Jungs ihren Job verdammt ernst nehmen. Wen sie nicht töten, packen sie lebendig auf den Mittagstisch. Und dann gibt es Menschen-Fondue.

Nicht jede Tötungsszene wird bis ins Detail gezeigt. Ab und zu gibt es eine Art Vorher-Nachher-Bild, wie zum Beispiel die Arme von Doktor Ryan mit Stacheldraht gefesselt (vorher) und abgerissen (nachher). Das wirkt auf den ersten Blick innovativ. Doch Pustekuchen. Leider entpuppt sich dieser Kunstgriff als messerscharfe Zensur von insgesamt 6 Minuten. Die Kollegen von Schnittberichte.com klären auf.

Eingefleischten „Wrong Turn“-Fans entgeht nicht, dass Niveau und Ideen von Teil zu Teil abnehmen. Die hier gezeigte Atmosphäre aus eisiger Schneelandschaft und verlassenem Sanatorium kann diesen Trend nicht aufhalten. Dabei wäre durchaus Potenzial vorhanden. Verschenkt. Und so stellt sich der vierte Teil noch hinter den schon recht unspannenden Teil 3 von 2005.

Die Versionen

Die uns vorliegende Presse-DVD lief knapp 90 Minuten. Als Kaufvideo bekommt man in Deutschland eine geschnittene FSK-18-Version.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Viel Blutvergießen um Nichts. Unspektakulärer Slasher mit Gefrierbrand.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Wrong Turn 4"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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