Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneWhen the Lights went out

Basierend auf einer wahren Geschichte.

In diesem Haus spukt es. Die 13-jähre Sally nimmt es locker und freundet sich mit dem Poltergeist an. Ihrer Mutter mag das gar nicht so recht schmecken, sie wird panisch. Dieses Haunted-House-Filmchen kommt vom britischen Regisseur und Drehbuchautor Pat Holden.

Die Geschichte

Mutter-Kind-Entspannungspause – bis zum nächsten Poltergeist (Foto: Ascot Elite)

Wir schreiben das Jahr 1974. Familie Maynard bezieht ihr neues Haus im nordenglischen Yorkshire. Mit dabei ist Tochter Sally (Tasha Connor). Sie hat die Pubertät erreicht und ist reichlich eigenwillig. Sie mag das Haus nicht. Sie mag das Nachbarskind nicht. Aber vor allem ist Sally genervt von ihrer Mutter (Kate Ashfield). Die beiden geraten oft aneinander. Meist nur wegen Lappalien. Vater Len (Steven Waddington) rettet fast immer die Lage.

Zum allgemeinen Überdruss taucht nun auch noch etwas Spukendes im Haus auf. Die übernatürliche Aktivität kündigt sich stets mit einer sich hin und her bewegenden Lampe an. Sally hat kurz darauf ersten Kontakt mit dem Poltergeist, der in Gestalt eines Mädchens auftritt. Allmählich stellt sich heraus, dass er sie vor etwas oder jemanden beschützen will. Denn es gibt noch etwas anderes innerhalb der vier Wände. Weder Sally noch ihre Eltern scheinen dieser Gefahr gewachsen zu sein.

Filmkritik „When the Lights went out“

Die Geschichte ist nicht neu. Schließlich gibt es mehr als genug Polstergeister-Streifen. Doch Pat Holdens Drehbuch hat glücklicherweise zwei interessante Punkte. Zum einen gibt es im Haus nicht nur einen Geist und zum anderen nimmt sich der Film manchmal selbst nicht ernst.

Willkommen in der Sauna, äh Hölle (Foto: Ascot Elite)

Während das tote Mädchen mit herausgeschnittener Zunge durchs Haus spukt, macht sich bei uns etwas Gänsehaut breit. Zurecht, schließlich schafft es Holden, eine schaurig schöne Atmosphäre zu erzeugen.

Nervig ist hingegen Schauspielerin Kate Ashfield – die Mutter von Sally. War sie in „Shaun of the Dead“ noch recht locker, so versteht sie hier den Ernst der Lage viel zu spät. Da wünschen wir uns doch eine Protagonistin, die etwas flinker mitdenkt. Vater Len nutzt dagegen äußerst clever die schlechte wirtschaftliche Lage der 70er Jahre und kassiert Eintrittsgeld für den Poltergeist. Eine vorzügliche Art, mit unerklärlichen Dingen fertig zu werden.

Doch die Leichtigkeit und Unbeschwertheit währt nicht lange. Gerade zum Ende hin wirkt die Handlung mit CGI-Effekten überladen. Es scheint, als musste man sich beeilen, um die vorherigen Lücken im Plot zu schließen. Dazu das Stichwort: missglückter Exorzismus von Pater Clifton. Was zum Schluss übrig bleibt, schafft es nicht übers Mittelmaß hinaus. Die Geschichte war zu simpel und die Überraschungsmomente waren zu schwach.

Die Versionen

Freigegeben ab 16 Jahren – Ja, passt!

Das Urteil von Horrormagazin.de

Schön verpacktes aber unspektakuläres Poltergeist-Märchen.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "When the Lights went out"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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