Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneUnderworld: Blood Wars 3D

Lady in Black is back

„Underworld“ ist zurück oder, besser gesagt, Kate Beckinsale in ihrer Rolle als kampferprobte Selene. Und damit kommen wir zu Kapitel 5 der Underworld-Saga. Wir haben uns natürlich die Frage gestellt, ob der Story nicht mal so langsam die Puste ausgeht und ob es Beckinsales letzte Rolle als Vampir-Superheldin ist. Schließlich hat auch die beste Geschichte irgendwann mal ein Ende. Oder nicht?

Die Geschichte

David hat sein neues Schwert mitgebracht (Foto: Sony Pictures)

David hat sein neues Schwert mitgebracht (Foto: Sony Pictures)

Selene (Kate Beckinsale) ist untergetaucht. Ab und zu wird sie von Werwölfen aufgespürt. Auch diesmal. Doch nun kommt ihr der Vampir David (Theo James) zur Hilfe. David ist kein unbeschriebenes Blatt. Er ist der Sohn von Thomas (Charles Dance), der im Östlichen Orden zu den Ältesten gehört. Die beiden versuchen, Selene davon zu überzeugen, in die Gemeinschaft der Vampire zurückzukehren. Ihre Erfahrung im Kampf gegen die Werwölfe ist für die Vampire Gold wert.

Indes sucht der Lykaner Marius (Tobias Menzies) nach Selene, um ihre Tochter Eve zu finden. Er verfolgt Selene bis in den Nördlichen Orden der Vampire. Dorthin sind Selene und David geflohen, da die hinterhältige Älteste, Semira (Lara Pulver), sie in einen Hinterhalt gelockt hatte. Doch nun heißt es erstmal: Vampire gegen Werwölfe beziehungsweise Marius gegen Selene.

Filmkritik „Underworld: Blood Wars 3D“

Eigentlich will Selene nicht kämpfen - tut es aber doch (Foto: Sony Pictures)

Eigentlich will Selene nicht kämpfen – tut es aber doch (Foto: Sony Pictures)

Nachdem der vierte Teil „Underworld: Awakening“ etwas seicht daherkam, ist jetzt wieder mehr Bewegung angesagt. Und das ist gut. So entwickelt sich „Underworld: Blood Wars“ zunächst einmal zu einem kurzweiligen Action-Streifen. Allerdings geht auch das letzte bisschen Horror – wenn man das überhaupt noch so nennen kann – verloren. Vor den gezeigten Vampiren oder Werwölfen kriegt man schon lange keine Gänsehaut mehr. Hier hätten wir uns etwas mehr Kreativität oder auch mal eine Überraschung gewünscht. Selbst der Grad der Brutalität hat spürbar abgenommen. Film- beziehungsweise Computerblut gibt es zwar noch zu sehen, die Menge kommt aber an die ersten beiden Teile nicht heran.

Die Geschichte bei „Underworld: Blood Wars“ ist überschaubar und gradlinig. Ein kleiner Hinterhalt da, ein paar Kämpfe dort. Beckinsales Film-Ego versucht dabei nach Leibeskräften, mit ihrer Kampfkunst für Unterhaltung zu sorgen. Selbstverständlich in gewohnter Lack- und Leder-Optik. Das klappt immer noch gut, ist aber auf Dauer zu wenig. Zudem gibt es vereinzelt Rückblenden zu den vorherigen Filmen. Das ist okay, denn damit werden auch die Zuschauer abgeholt, die die anderen Teile nicht kennen. Allerdings erweckt der Film damit auch den Eindruck, er sei eine Serie. Was sicherlich auch nicht ganz falsch ist.

Hier spielt jemand mit falschen Karten (Foto: Sony Pictures)

Hier spielt jemand mit falschen Karten (Foto: Sony Pictures)

Im Kino lief „Underworld: Blood Wars“ als 3D-Version. Wie auch schon beim Vorgänger, ist das eine nette Zugabe, aber nicht zwingend notwendig. Mit überdimensionierten räumlichen Effekten halten sich die Macher jedenfalls erneut sehr zurück. Da darf man getrost nach der 2D-Version greifen. Und wie es aussieht, wird es noch eine Fortsetzung geben. Schließlich bleiben am Ende allzu viele Fragen offen. Aber das war ja schon fast zu erwarten.

Die Versionen

Kürzungen sind uns nicht bekannt. „Underworld: Blood Wars 3D“ läuft 92 Minuten und wurde von der FSK ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Wenig Neues im Underworld-Universum. Für Fans der Serie okay.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Underworld: Blood Wars 3D"

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Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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