Matomo

Bewertung: 4/5 Sterne

Filmkritik There’s something in the Barn

Wer probt denn da den Zwergenaufstand?

Regisseur Magnus Martens liefert mit „There’s Something in the Barn“ einen neuen Beitrag zum erlesenen Kreis skurriler Festtagsfilme. Hauptdarsteller Martin Starr muss es in dem Streifen mit einer Horde fieser „Gartenzwerge“ im verschneiten Norwegen aufnehmen. Das kann ja heiter werden. Aber ist diese Horrorkomödie wirklich der angepriesene Geheimtipp, wovon alle sprechen?

Die Handlung

Wie im Märchen... (Foto: Capelight Pictures)

Wie im Märchen… (Foto: Capelight Pictures)

In einer eisigen Winternacht in Norwegen setzt ein verzweifelter Bauer alles daran, seine Scheune in Brand zu setzen, um etwas Böses darin zu vernichten. Der Versuch misslingt jedoch, und der Bauer stirbt in den Flammen.

Sein Neffe Bill Nordheim (Martin Starr) erbt daraufhin das Haus samt angrenzender Scheune und zieht mit seiner Familie kurzerhand von Kalifornien in das frostige Norwegen. Bill ist überschwänglich euphorisch und hofft, seine Familie von ihrem neuen Zuhause überzeugen zu können. Eine schwierige Aufgabe, zumal seine pubertierenden Teenagerkinder (Zoe Winther-Hansen und Townes Bunner) auf Kriegsfuß mit ihrer neuen Stiefmutter Carol (Amrita Acharia) stehen.

Im neuen Eigenheim angekommen, bemerkt der junge Lucas Nordheim (Townes Bunner) zuerst, dass irgendetwas in der angrenzenden Scheune lebt, etwas Übernatürliches. Der Untermieter ist ein norwegischer Elf. Der Legende nach existieren für diese zwergenhaften Fabelwesen drei essenzielle Regeln, die strikt einzuhalten sind:

Weiß wie Schnee und Rot wie Blut (Foto: Capelight Pictures)

Weiß wie Schnee und Rot wie Blut (Foto: Capelight Pictures)

1. Keine grellen Lichter, 2. Keine lauten Geräusche und 3. Keine Veränderungen!

Die Nordheims brechen diese Regeln allerdings leichtfertig, und als Konsequenz werden sie von einer ganzen Gang streitlustiger Elfen aufgemischt. Die idyllische Winterlandschaft verwandelt sich zunehmend in eine blutgetränkte Szenerie. Dabei hätte als Friedensangebot eine einzige Schüssel Porridge ausgereicht, um diesen Gewaltexzess zu verhindern. Tja, wenn Elfen Regeln aufstellen, sollte man sich besser daran halten!

Filmkritik “There’s Something in the Barn”

Jutta, die Tür klemmt wieder! (Foto: Capelight Pictures)

Jutta, die Tür klemmt wieder! (Foto: Capelight Pictures)

Die Vorweihnachtszeit wäre ohne Weihnachtsfilme undenkbar. Horrorkomödien stellen in diesem Kontext eine erfrischende Erweiterung dieses Genres dar, die sich vom Mainstream abhebt. In „There’s Something in the Barn“ entführt nun Regisseur Magnus Martens die Zuschauer: innen in das nächste bizarre Weihnachtsmärchen. Der Vergleich mit Joe Dantes „Gremlins“ liegt nahe, und die Geschichte um eine Horde unheimlicher Kreaturen, die nach dem Missachten grundlegender Regeln ihr Unwesen treiben, erinnert stark an den Kultklassiker von 1984.

Die Story von „There’s Something in the Barn“ ist dennoch originell und hat das Potenzial, zu einem Kultfilm zu werden, wie auf der Rückseite des Blu-ray-Covers vom Filmmagazin Screenrant.com angepriesen. Dem können wir uns nur anschließen.

Der Cast ist ausgezeichnet, was die Handlung bis zur letzten Minute unterhaltsam macht. Zudem ist der Plot auf Blockbuster-Niveau inszeniert. Insbesondere auf Blu-ray sind Bild- und Tonqualität eine Wucht! Eine „Stille Nacht“ wird das nicht.

Noch ne Runde Schlittenfahren und gut (Foto: Capelight Pictures)

Noch ne Runde Schlittenfahren und gut (Foto: Capelight Pictures)

Trotz dieser positiven Aspekte gibt es jedoch auch Wermutstropfen. Die gartenzwergartigen Fabelwesen, obwohl mit scharfen Zähnen und dunklen Stimmen ausgestattet, wirken einfach nicht gruselig, was die Spannung des Films etwas mindert. Auch das Ende entpuppt sich als weniger mitreißend als erhofft, wodurch die Gesamterfahrung ebenfalls leicht getrübt wird. Dennoch überwiegen die positiven Eindrücke bei weitem.

Der Film zeichnet sich vor allem durch seine tolle Atmosphäre aus. Die Weihnachtsmusik und die idyllische Schneelandschaft schaffen das perfekte Ambiente für diesen unkonventionellen Festtags-Horrorfilm. Daher werden vorwiegend Fans durchgeknallter Weihnachtsunterhaltung „There’s Something in the Barn“ einfach lieben! Der Film sei aber auch allen empfohlen, die dezenten Grusel gern mit einer Prise Humor genießen.

Die Versionen

Die Brutalität in „There’s Something in the Barn“ ist eher moderat einzustufen. Die Altersfreigabe ab 16 Jahren basiert vornehmlich auf einer besonders blutigen Szene. Der Film liegt mit einer Laufzeit von 100 Minuten in der ungeschnittenen Version vor.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Ultraböse Gartenzwerge, die in der idyllischen Schneelandschaft Norwegens eine Familie terrorisieren? Ganz genau! Diese Festtags-Horrorkomödie muss man als Fan durchgeknallter Weihnachtsunterhaltung einfach auf die Must-See-Liste setzen.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "There’s something in the Barn"

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Über Dr. Jekyll

Er hat schon als Kind versucht, die Horrorfilme, die seine großen Brüder geliehen hatten, heimlich mitzuschauen. Das hat zu vielen schlaflosen Nächten geführt. Seither ist er aber auch vom Thema Film und insbesondere von Horrorfilmen begeistert.
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