Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneThe Retaliators

Rache kann so blutig sein

Rockiger Soundtrack, dunkler Untergrund und bitterböse Rache – ja, so lässt sich der aktuelle Action-Horrorstreifen „The Retaliators“ (englisch für „Die Vergelter“) treffend umschreiben. Das Regie-Duo Samuel Gonzales Jr. und Bridget Smith liefert einen optisch ansprechenden Beitrag ab. Und der ist nichts für Zartbesaitete. Daher wird der Film auch zurecht als FSK-18-Version im Kino gezeigt. Wir haben einmal reingeschaut.

Die Geschichte

Ich habe meine Tankrechnung bezahlt! (Foto: Better Noise Films)

Ich habe meine Tankrechnung bezahlt! (Foto: Better Noise Films)

John Bishop (Michael Lombardi) ist Pastor in einer kleinen Gemeinde und gleichzeitig Familienvater von zwei Töchtern. Er uns seine Frau leben ein normales Leben und versuchen den Alltag mit Gottes Segen und ohne Zorn zu bewältigen. So bleibt John auch in Situationen cool, als sich jemand rotzfrech seinen vorher ausgesuchten Weihnachtsbaum wegschnappt.

Eines Tages will die ältere Tochter Sarah (Katie Kelly) auf eine Party gehen. Die Eltern erlauben es ihr und sie darf auch das Auto nehmen. Als Sarah vorher noch kurz an einer Tankstelle hält, wird sie von einem gewaltbereiten Typen Kady (Joseph Gatt) bedrängt und anschließend verfolgt. Das junge Mädchen verliert die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kommt abrupt zum stehen. Anschließend wird sie von dem Killer ans Lenkrad gefesselt und samt Auto im naheliegenden See versenkt.

Selbstjustiz hinter Gittern (Foto: Better Noise Films)

Selbstjustiz hinter Gittern (Foto: Better Noise Films)

Polizeiinspektor Jed (Marc Menchaca) bekommt den Fall auf den Tisch. Es stellt sich heraus, dass Kady schon mehrere Personen auf dem Kerbholz hat. Jed kann den Schmerz und die Wut von Bishop verstehen. Er hat dagegen ein Heilmittel gefunden, denn viel zu oft musste er sich bereits in einer dunklen und skrupellosen Unterwelt herumschlagen. Für Bishop ist das alles noch Neuland…

Filmkritik „The Retaliators“

Du weißt, dass es keine Fortsetzung geben wird. (Foto: Better Noise Films)

Du weißt, dass es keine Fortsetzung geben wird. (Foto: Better Noise Films)

Die Schauspielerriege bei „The Retaliators“ besteht nicht komplett aus Musikern, wie es bei „Studio 666“ nahezu der Fall war. Aber dennoch fallen die Cameo-Auftritte mit Five Finger Death Punch, Tommy Lee, Papa Roach, The Hu, Ice Nine Kills und Escape The Fate recht üppig aus. Die „harten Jungs“ dürfen nicht nur mitspielen, sondern auch Musik machen. Und das positioniert den Film zu etwas Besonderem. Der Soundtrack rockt richtig und passt in jeder Szene perfekt. Wenn man davon einmal absieht, bleibt leider ein dünnes Drehbuch mit etlichen Löchern übrig. Das fällt schon nach kurzer Zeit auf, als Bishops Tochter ins Wasser geschoben wird, ohne auf die Idee zu kommen, auf die Bremse zu treten.

Auch der inhaltliche Ausflug in die ach so böse Unterwelt, kommt nicht übertrieben genug an. Hier fehlt das richtig Kranke. Also das, was uns den Magen umdreht und die Haare zu Berge stehen lässt. Die vermeintlichen Zombies aus den Anfangsminuten entpuppen sich als normale Menschen. Da hätten wir uns mehr Kreaturen-Horror gewünscht. Aber apropos böse: Joseph Gatt, der aufgrund seiner Krankheit tatsächlich so kahl aussieht, liefert da einen souveränen Job ab.

Extrem-Panne im Wald (Foto: Better Noise Films)

Extrem-Panne im Wald (Foto: Better Noise Films)

Das Thema Vergeltung, was die Übersetzung des Filmtitels beinhaltet, lässt Gewalt vermuten. Und die gibt es. Etliche Splatter-Einlagen vermischen sich mit Action-Szenen. Und das geht die knapp 100 Minuten auch Schlag auf Schlag. Dadurch wird „The Retaliators“ nie langweilig. Ja, er bekommt sogar etwas von dem typischen Popcorn-Kino hin. Amüsant ist, dass uns hin und wieder die Kameraeinstellungen stark an Ash Williams (Bruce Campbell) aus „The Evil Dead“ erinnern. So zeigt sich Michael Lombardi gern mal mit total blutverschmierten Gesicht und heraus stechenden weißen Augen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Kettensäge…

Die Versionen

Die FSK vergab vollkommen angebracht das Rote Siegel für „The Retaliators“. Die ungeschnittene Version mit 97 Minuten läuft aktuell deutschlandweit im Kino.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Kurzweiliger Actionfilm mit etlichen Blut- und Splatter-Szenen – unterfüttert mit magerer Handlung, aber solidem Soundtrack.30ca78dbb1dc4c79a1f5cfcd546ea68f

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Retaliators"

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Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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