Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneThe Pact 2 – Es ist noch nicht vorbei

Der Judas-Killer kehrt zurück

Damals schrabbelte Teil 1 gerade noch an der Flop-Marke vorbei. Ob es der zweite Teil besser hinbekommt, haben wir uns angeschaut. Der Regiestuhl ist mit dem Duo Dallas Hallam und Patrick Horvath neu besetzt. Darstellerin Caity Lotz, die jetzt eine Nebenrolle hat, kennen wir hingegen schon.

Die Geschichte

Erstmal Licht – Annie und June versuchen ihr Glück auf dem Boden (Foto: Ascot Elite)

June (Camilla Luddington) und Daniel (Scott Michael Foster) leben zusammen. Die junge Frau jobbt als Servicekraft, um Tatorte von Verbrechen sauber zu machen. Aber eigentlich ist sie ambitionierte Zeichnerin. In letzter Zeit wird June von seltsamen Visionen heimgesucht. Vielleicht kommen sie von ihrem ungewöhnlichen Job.

Über ihren Freund erfährt June vom Judas-Killer Charles Barlow. Dieser ist bereits seit Jahren tot, doch jetzt macht ein Nachahmungstäter von sich reden. Niemand kann vorhersagen, wo er wieder zuschlägt. Auch das FBI klinkt sich ein.

Als die Zahl der Mordfälle zunimmt, offenbart sich ein Muster. Alle Beteiligten haben etwas mit den früheren Judas-Opfern zu tun. Noch weiß June nicht, dass ihre leibliche Mutter das erste Opfer auf der Todesliste war. Sie sucht Rat bei Annie (Vaity Lotz) und Stevie (Haley Hudson), die den Killer damals zur Strecke gebracht haben. Ob sie ihr helfen können?

Die Filmkritik „The Pact 2 – Es ist noch nicht vorbei“

Auch June findet das Drehbuch manchmal zum Heulen (Foto: Ascot Elite)

Wenn man sich die reinen Fakten anschaut, dann erwartet uns eine Mischung aus „Haunted House“-Film und Krimi-Thriller – gespickt mit wirren Albträumen, einem totgeglaubten Serienmörder und einer Handvoll Gruseleffekte. Die Sterne für eine gelungene Fortsetzung stehen damit eigentlich ganz gut. Doch was das Regie-Team Hallam & Horvath daraus macht, lädt dann eher zur Langeweile ein.

Dass die Hauptrolle jemand Neues eingenommen hat, ist okay. Aber dass die beiden bekannten Figuren Annie und Stevie nur Mitläufer sind, verschenkt viel Handlungsspielraum. Dieses Potenzial hätte man locker ausschöpfen können. Beispielsweise um für eine umfangreichere Story zu sorgen. Denn mir persönlich ist das Grundgerüst des Films zu mager. Wo sind die dunklen Geheimnisse? Wo ist das Überraschungsmoment? Das wirkt sich irgendwann auch auf die Dialoge aus, die entsprechend fade daherkommen. Hören wir uns doch mal das Gespräch zwischen June und FBI-Agent Ballard im Haus von Junes Mutter an – wer hier nicht weiterspult, ist selber schuld.

In Punkto Effekte spielt „The Pact 2 – Es ist noch nicht vorbei“ dagegen in einer höheren Liga. Die CGI-Zugaben fallen nicht negativ auf und passen gut zum restlichen Hokuspokus. Leider gibt es nicht wirklich Neues. Zerspringende Glühbirnen und Protagonisten, die rückwärts aus dem Raum gezogen werden, bringen schon lange keinen mehr zum Fürchten. Das gilt auch für den als böse und skrupellos umschriebenen Serienkiller. Mit einer Jeans bekleidet und einem Null-acht-fuffzehn-Küchenmesser in der Hand, posiert er mal hier mal dort. Spannung kommt da keine auf. Eine Portion Kreativität hätte dem Film gut getan.

Die Versionen

Die vorliegende Version auf Blu-ray trägt das blaue FSK-16-Siegel. Der Film ist ungeschnitten und läuft 92 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Auch der zweite Versuch packt weder richtig zu, noch haut er uns vom Hocker. Damit gesellt sich „The Pact 2 – Es ist noch nicht vorbei“ zu seinem Vorgänger im hinteren Winkel des Filmregals.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Pact 2 – Es ist noch nicht vorbei"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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