Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneThe Monster Outside – Hüte dich vor der Dunkelheit

Von Wurzeln und Fellmonstern

Irgendwas ist da draußen. Doch nur was? Vielleicht was mit Haaren? In dem B-Movie „The Monster Outside“ erwartet uns eine borstige Kreatur, die es auf eine Großstadtfamilie abgesehen hat. Uns kriegt sie leider nicht.

Die Geschichte

Ich sehe was, was du nicht siehst ... mit meiner Lupe (Foto: Tiberius Film)

Ich sehe was, was du nicht siehst … mit meiner Lupe (Foto: Tiberius Film)

Familie Bear zieht von Chicago raus aufs Land. Oder besser gesagt raus in den Wald. Charles Bear (Dave Juehring) braucht nämlich für sein neues Buch vor allem eins: Ruhe. Und davon gibt es hier sehr viel. Seine Frau Linda (Trena Penson) und sein Sohn Lonnie (Tristan Coppola) sind davon nicht wirklich angetan, versuchen aber das Beste draus zu machen. Daher stehen Waldspaziergänge und Angeln auf der Agenda.

Nachts ist es mit der Ruhe allerdings vorbei. Vermutlich Waschbären plündern die Mülltonnen und lassen die Bears unentspannte Nächte verbringen. Charles engagiert daraufhin den Kammerjäger Jerry (Thomas Ely Sage). Dieser vermutet allerdings, dass es sich hier um tollwütige Biber handelt. Er legt Fallen aus.

Da ist die Kacke am dampfen (Foto: Tiberius Film)

Da ist die Kacke am dampfen (Foto: Tiberius Film)

Zur Freizeitbeschäftigung gehört auch ein Abstecher zur nahe gelegenen Wurzelbier-Brauerei. Dort lernt die Familie den einbeinigen Ned Perkins (Glenn Harston) kennen. Ned ist alles andere als indiskret und sagt den Bears keine gute Zukunft voraus. Laut dem Einheimischen treibt sich in der Nähe des Bear-Hauses eine gefährliche Kreatur namens „Field Freak“ herum. Neds Familie wurde vor Jahren von dem Monster umgebracht. Charles hält das für Spinnerei. Noch. Denn auf der Heimreise machen sie Bekanntschaft mit dem Viech.

Filmkritik „The Monster Outside – Hüte dich vor der Dunkelheit“

Wer eine schräge Horrorkomödie sucht, ist hier richtig. Wer allerdings auf etwas spannendes und professionell in Szene gesetztes hofft, wird mit „The Monster Outside“ nicht glücklich. Weder Drehbuch noch Spezialeffekte hauen uns vom Hocker. Atmosphäre? Fehlanzeige! Spannung? Fehlanzeige!

Müssen wir noch einen Schluck nehmen? (Foto: Tiberius Film)

Müssen wir noch einen Schluck nehmen? (Foto: Tiberius Film)

Die Geschichte plätschert so vor sich hin, und richtige Schreckmomente sind eigentlich fast gar nicht vorhanden. Eine kleine Überraschung gibt es, wenn das Monster auftaucht. Halb Wolf, halb Bär, entpuppt es sich als ein stinknormales Fellkostüm. Billiger geht’s nicht, und der Gruselfaktor bleibt nahe null. Vielleicht liegt es auch am knappen Budget von zirka 7.000 US-Dollar. Vor allem ist der erste Auftritt so öde, dass wir schon gar keine richtige Lust mehr haben, dieses alberne Wesen noch einmal zu sehen. Wir hätten uns hier einfach mal was richtig Schräges gewünscht.

Wo Schatten ist, ist meist auch Licht. Amüsant, wenn auch nicht immer ganz glücklich, sind Dialoge und Charaktere gewählt. Hier ahnen wir schon recht früh, dass Regisseur Stephen Folker den Film selbst nicht ganz so ernst nimmt. Die teilweise raubeinigen Kommentare passen da ganz gut. Das fängt mit dem Fund von Fäkalien vor der vermeintlichen Bärenhöhle an und hört mit dem unappetitlich aussehenden „Root Beer“ auf. Letztes wird während des ganzen Films als wahre Köstlichkeit angepriesen. Na dann Prost!

Eine richtig gute Komödie geht trotzdem anders, weshalb das Ganze am Ende doch nur eine müde Monster-Murkelei ist.

Die Versionen

Bis auf eine Szene, wenn die Beine von Schädlingsbekämpfer Jerry angeknabbert werden, bleibt der Film gewalt- und blutleer. Trotzdem bekam „The Monster Outside“ das blaue FSK-16-Siegel.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Für die nächste „Bad Taste“-Party okay, ansonsten mehr Klamauk als Horror.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Monster Outside – Hüte dich vor der Dunkelheit"

noch kein Trailer
Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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