Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneThe Devil’s Rejects

… die Hölle hat sie ausgespuckt. Hemmungslose Gewalt-Orgie von Kino-Rüpel Rob Zombie.

Wenn der Splatter-Rocker Rob Zombie zulangt, sind stabile Mägen gefragt. Ein besonderer Härtetest für das menschliche Verdauungssystem ist The Devil’s Rejects.

Die Geschichte

Familienausflug: Baby, Captain Spaulding und Otis Firefly (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Familienausflug: Baby, Captain Spaulding und Otis Firefly (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Es ist eine wirklich herzige Familie, die Familie Firefly: In trauter Eintracht halten die Geschwister Otis (Bill Mosley) und sein Schwesterlein Baby (Sheri Moon Zombie) zusammen und machen mit ihren Eltern einen auf Vorzeigefamilie. Wenn nur dieses eine blöde Hobby nicht wäre: Sie murksen gern Menschen ab. Warum das so ist, erklärt uns niemand. Ist aber auch egal.

Ihr Widersacher ist der rachsüchtige Sherriff Wydell (William Forsythe), der alles dransetzt, um die Familie endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. Dabei hält auch er sich nicht zwingend an die Vorschriften.

Wer dieser Familie in die Quere kommt, kann automatisch sein Testament machen – sehr plastisch am Beispiel einer Gruppe Country-Freaks verdeutlicht. Auch Wydell nimmt ganz gerne einige Kollateralschäden in Kauf, um seinen Rachedurst zu stillen. Dabei wird klar, dass auch Ordnungshüter manchmal einen sehr guten Draht zum Sadismus haben.

Herziges Geschwisterpaar: Otis und Baby Firefly (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Herziges Geschwisterpaar: Otis und Baby Firefly (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Es ziemt sich natürlich für einen Film, dass am Ende das Gute über das Böse siegt. Allerdings ist mit dem äußerst blutigen Aufeinandertreffen von Familie Sonnenschein und Sherriff noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Filmkritik „The Devil’s Rejects“

„The Devil’s Rejects“ ist die Fortsetzung von „Haus der 1000 Leichen“, in dem Familie Firefly bereits zahlreichen Reisenden um die Ecke half.

Wie schon für Teil 1 gilt auch hier: Wer einen gut durchgestylten und geschmackvollen Horrorfilm sucht, kann von diesem Streifen getrost die Finger lassen. Hier geht es äußerst brutal zu. Von gutem Geschmack ist weit und breit nichts zu sehen. Die von den Amerikanern so gefürchteten F-Wörter fallen öfter, als die Innereien der Protagonisten. Sheri Moon Zombie darf fast über die gesamte Länge des Films ihren nackten Hintern zeigen (mal mehr, mal weniger), und sämtliche Gewalteinlagen sind völlig sinnlos.

Baby Firefly ist scharf und hat geladen (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Baby Firefly ist scharf und hat geladen (Foto: Tiberius Film/Sunfilm)

Eigentlich.

Denn Dank der schrägen Charaktere und dem eigenwilligen Humor, ist diese Splatter-Orgie äußerst komisch geraten und garantiert Hartgesottenen kurzweilige Unterhaltung. Am Ende des Films bleibt lediglich die Sorge um Rob Zombies Gemütszustand.

Besondere Highlights sind die Gastauftritte von Ken Foree („Zombie“) und Danny Trejo („Machete“).

Die Versionen

In Deutschland ist der Director’s Cut uncut erschienen. Er läuft 106 Minuten und ist von der FSK ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Gewalttätig, sadistisch, geschmacklos und trotzdem brüllend komisch.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Devil’s Rejects"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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