Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneTerrifier 2

Auf eine andere Art

Was passiert, wenn man die Clownsmaske von ES und die Fiesheit von Jigsaw mit der Gestalt von Batmans Pinguin mischt? Heraus kommt Art the Clown. Dieses Wesen tobt sich in der aktuellen Fortsetzung „Terrifier 2“ äußerst unappetitlich aus. Der Horror-Shocker ist definitiv nichts für Zartbesaitete und läuft Anfang Dezember auch bei uns ungekürzt in ausgewählten Kinos.

Die Geschichte

Wer will mit mir spielen? (Foto: Tiberius Film)

Wer will mit mir spielen? (Foto: Tiberius Film)

Nach dem Massaker von Miles Country wacht Art the Clown (David Howard Thornton) in einer Leichenhalle auf. Bevor er den ungemütlichen Ort verlässt, beseitigt er kurzerhand den praktizierenden Gerichtsmediziner. Anschließend säubert er sein blutverschmiertes Clownskostüm in einem Waschsalon. Und alles so, als wäre nichts gewesen. Während er auf seine Wäsche wartet, beobachtet ihn ein blasses Mädchen (Amelie McLain). Sie trägt ebenfalls ein Kostüm und ist in diesem Moment nur für Art sichtbar.

Die Teenagerin Sienna Shaw (Lauren LaVera) hat kürzlich ihren Vater verloren. Nun steht Halloween bevor und sie will das Kostüm tragen, dass ihr Daddy noch vor seinem Tod für sie entworfen hatte. Ihr Bruder Jonathan (Elliott Fullam) ist derweil ganz besessen vom Horrorclown mit den Namen Art. Er ist komplett auf ihn fixiert und will sich auch so verkleiden. Doch Sienna findet das nicht gut und hat deswegen in dieser Nacht sogar einen furchtbaren Albtraum. Am Ende bricht ihn ihrem Zimmer auch noch Feuer aus und zerstört ihr Flügelexemplar.

Wut verleiht Flügel! (Foto: Tiberius Film)

Wut verleiht Flügel! (Foto: Tiberius Film)

Sienna und ihre Freundin Allie (Casey Hartnett) gehen in ein Kostümladen und wollen neue Flügel für Sienna kaufen. Dort treffen sie auf Art, können aber glücklicherweise entkommen. Jonathan findet heraus, dass das blasse Mädchen Emily Crane heißt und Arts erstes Opfer war. Später bricht der Clown bei Allie ein und richtet ein regelrechtes Blutbad bei ihr zu Hause an. Doch ihre beste Freundin bekommt davon nichts mit und nicht im Geringsten, dass Art schon längst auf sie und ihren Bruder wartet.

Filmkritik „Terrifier 2“

Ich höre nichts, ich sehe nichts... (Foto: Tiberius Film)

Ich höre nichts, ich sehe nichts… (Foto: Tiberius Film)

Der junge Amerikaner Damien Leone hat es geschafft. Er machte sich innerhalb kürzester Zeit einen Namen. Erst veröffentlichte er „All Hallows‘ Eve – Komm raus und spiel!“ (2013 und 2015) und dann folgte „Terrifier“ (2016). Immer mit dabei: Art the Clown, der brutaler und skrupelloser nicht sein kann. Und dieser Linie bleibt Leone auch bei seinem aktuellen Horrorstreifen „Terrifier 2“ treu. Eine Linie so blutrot und grotesk, dass man meinen könnte, dass so ein Film weder ungeschnitten erscheinen noch im Kino laufen würde.

Die prophezeiten Nebenwirkungen, wie sich übergeben, in Ohnmacht fallen oder ähnliches können wir nicht bestätigen. Vielleicht haben die Amerikaner, wo „Terrifier 2“ bereits im Oktober anlief, einen sensibleren Magen. Dennoch ist der Film teilweise eine reinste Splatter-Orgie. In den mehr als zwei Stunden Laufzeit sind abwechselnd Gewaltszenen und ruhigere Abschnitte zu sehen. Jegliche Versuche Tiefgang, Mehrschichtigkeit oder sonstige Raffinessen in die Handlung einzubringen, bleiben auf der Strecke. Aber ganz ehrlich: das stört in diesem Fall wohl niemanden.

Art steht auf Fingerspielchen (Foto: Tiberius Film)

Art steht auf Fingerspielchen (Foto: Tiberius Film)

„Terrifier 2“ ist eine Mischung aus Splatter und Gore. Letzteres definiert sich mit detailreich gezeigten Verstümmelungen am menschlichen Körper. Und so metzelt der Clown-Killer: Hautabfetzen, Gehirnmasseverschlingen und Körpergliedmaßenherausreißen. Die Spezialeffekte sehen kreativ aus und wirken mit einem entsprechenden Nachdruck. Dass Art nicht spricht, macht die Sache nicht schlechter. Ganz im Gegenteil: Dieses lautlose Grinsen lässt seine Taten noch schockierender wirken. Selbst dann, wenn Leone häufig versucht, mit Slapstick ein wenig Komik in die Sache zu bringen. Unterm Strich bleibt der Film auf hohem FSK-18-Niveau.

Die Versionen

Am 8. Dezember 2022 soll „Terrifier 2“ bei uns in den Kinos anlaufen. Mit einer ungeschnittenen Länge von 137 Minuten wurde er von der FSK ab 18 Jahren eingestuft. Hierbei handelt es sich definitiv um keine Kindervorstellung.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Wenn man mit Horror-Clowns und den übertriebenen Splatter-Szenen klar kommt, ist „Terrifier 2“ trotz langer Laufzeit ein kurzweiliger Horrorstreifen mit hohem Maß an Brutalität.af11251a515d4f889805a76340b302ac

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Terrifier 2"

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Über Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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