Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneStorm Hunters

Draußen ist es gefährlich

Haltet euch gut fest! Im neuen Found-Footage-Film „Storm Hunters“ sind nicht nur Sturmjäger unterwegs. Dank turbomäßiger Spezial-Effekte geht es hochgradig stürmisch zu. Der US-amerikanische Katastrophenfilm läuft diesen Donnerstag bei uns in den Kinos an. Was euch erwartet, gibt es hier zu lesen.

Die Geschichte

Vom Himmel hoch, da komm ich her (Foto: Warner Bros)

Vom Himmel hoch, da komm ich her (Foto: Warner Bros)

Eine Gruppe professioneller Sturmjäger macht sich auf den Weg, das zerstörerische Naturereignis Tornado zu dokumentieren. Pete (Matt Walsh) und sein Team sind mit zwei Autos unterwegs und technisch gut ausgerüstet. Doch alle bisherigen Wirbelstürme waren unspektakulär. Pete will den richtig dicken Fisch. Ihr Weg führt ins Städtchen Silvertown, Oklahoma.

In der hiesigen Highschool bereitet man gerade die Abschlussfeier vor. Zu den Helfenden zählen Schulleiter Gary (Richard Armitage) und seine Söhne Jacob (Jeremy Sumpter) und Trey (Nathan Kress). Ein paar Tage vorher hatte Gary seinen Söhnen die Aufgabe erteilt, Videobotschaften für eine Zeitkapsel aufzunehmen. Jacob will dafür unbedingt seinen Schwarm Kaitlyn interviewen. Dazu fährt er mit ihr in die Ruine einer alten Papiermühle. Plötzlich ziehen Regenwolken auf. Die Zeremonie in der Schule wird abgebrochen. Allerdings hat niemand mit einem Tornado gerechnet. Doch genau so ein Sturm fegt durch die Stadt und zerstört sie zu großen Teilen. Gary beginnt seinen Sohn zu suchen und begleitet die Sturmjäger.

Doch das war nicht der letzte Tornado in dieser Gegend.

Filmkritik „Storm Hunters“

Ungemütlicher Wetterumschwung (Foto: Warner Bros)

Ungemütlicher Wetterumschwung (Foto: Warner Bros)

Schon knapp 20 Jahre hat der Film „Twister“ auf dem Buckel. Und der war ein Meilenstein der Tricktechnik. „Storm Hunters“ greift das Thema erneut, aber im zeitgemäßen Found-Footage-Stil, auf. Wieder gibt es eine Gruppe Profis, die ganz nah am Ort des Geschehens sein will. Wieder gibt es eine Naturkatastrophe, wieder verwüstete Häuser, wieder fette Action … und wir als Zuschauer werden wieder direkt mitgenommen. Die Bilder sind beeindruckend und wirken fast immer real. Gründe dafür sind die guten Spezial-Effekte und die simple Kameraführung. Letzteres ist eine Mischung aus wackliger Handkamera und normaler Filmkamera. Zum Großteil übernehmen die Protagonisten diesen Job, wie es im Found-Footage-Genre üblich ist.

Auch wenn das verfilmte Thema ernst ist, gibt es hin und wieder etwas zum Schmunzeln. Das liegt an zwei Amateurjägern, die sich gerne mal in Szene setzen. Sie haben einen guten Riecher, was bevorstehende Unwetter betrifft, aber sonst wollen sie einfach nur mittendrin sein. Und das gelingt ihnen auch.

Die Kamera ist immer dabei (Foto: Warner Bros)

Die Kamera ist immer dabei (Foto: Warner Bros)

Das Familiendrama um Vater Gary und die Söhne Jacob und Trey gerät durch die Naturgewalten schon fast in den Hintergrund. Das stört auch nicht. Nur die Rolle von Jeremy Sumpter nervt. Die Hälfte des Films hat der Teenager Tränen in den Augen. Und wir fragen uns: Warum eigentlich? Er sitzt zwar mit seinem Schulschwarm Kaitlyn in einer prekären Situation fest, doch genau hier hätte er die Chance, den starken Mann zu spielen. Leider Fehlanzeige.

Die Versionen

Der Film läuft ungeschnittene 89 Minuten und hat eine FSK-12-Freigabe erhalten. Kinostart ist der 21. August 2014.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Achtung, festhalten im Kinosessel. Nicht nur für Endzeitfilmfans hervorragend unterhaltsam.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Storm Hunters"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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