Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneSorority Row – Schön bis in den Tod

Zu hübsch für den Knast

Der Film „Sorority Row“ hat alles, was einen modernen Horrorfilm ausmacht: Mädchen, Muskeln und Massenmorde. Doch damit nicht genug. Ich weiß, was du nach der letzten Party getan hast, und ich weiß auch schon, wie der Film enden wird.

Die Geschichte

Es ist eine dieser Nächte, die man nicht vergessen möchte. Ein ganzes Haus voll gut aussehender und betrunkener Studenten. Claire, Ellie, Cassidy, Chugs, Megan und Jessica gehören der Schwesternschaft „Theta Pi“ an.

Das Finale wird heiß (Foto: Concorde)

Das Finale wird heiß (Foto: Concorde)

Sie veranstalten regelmäßig diese Feierlichkeiten. Musik und Alkohol gibt es immer ausreichend. Diesmal ist auch Chugs‘ Bruder Garrett dabei. Er hat ein Auge auf Megan geworfen. Die beiden machen es sich im Bett im Obergeschoss gemütlich. Doch als es zur Sache gehen soll, bekommt Megan einen Anfall. Sie hat Schaum vorm Mund und scheint zu ersticken. Im Zimmer gegenüber verfolgt Gerrett das Ereignis am Computer. Er gerät in Panik und ruft verzweifelt nach Hilfe. Zusammen mit der Mädchenclique machen sie sich auf den Weg ins nächste Krankenhaus. Da hört Megan auf zu atmen. Sie halten in der Nähe eines alten Bergwerks und wollen das Mädchen verschwinden lassen.

Gerrett dreht nun völlig durch. Er nimmt, was er sich greifen kann – in diesem Fall ein Radkreuz – und rammt es in Megans Brustkorb. Erst jetzt stellt sich das falsche Spiel heraus. Das Mädchen war gar nicht tot – alles nur ein Spiel. Megan verblutet an ihren Verletzungen. Die Freundinnen schwören, nichts davon zu erzählen. Der Plan scheint aufzugehen. Ein Jahr später gibt es wieder eine Party – es soll die Abschiedsfeier sein. Noch ahnt niemand, dass es für einige tatsächlich die letzte sein wird.

Filmkritik „Sorority Row – Schön bis in den Tod“

Sorority Row - Im Schaumbad auf Killerjagd (Foto: Concorde)

Sorority Row – Im Schaumbad auf Killerjagd (Foto: Concorde)

Das Motto der Schwesternschaft heißt „Vertrauen, Respekt, Ehre, Solidarität und Verschwiegenheit ein Leben lang“. Nur will sich niemand so richtig daran halten. Das bekommt auch der Zuschauer zu spüren.

Bekannte Slasher, wie „Scream“, „Düstere Legenden“ oder „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“ machten es bereits vor. „Sorority Row“ will daran anknüpfen. Nur was sich anfangs wie eine lahme Kopie anfühlt, bleibt im weiteren Verlauf auch so. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es sich um ein Remake des 1983 erschienenen Horrorfilms „The House on Sorority Row“ handelt.

Der Teenie-Slasher versucht alles, um mit seinen Vorbildern mithalten zu können. So wirkt das Mordwerkzeug – ein umgebautes Radkreuz – gar nicht so unkreativ. Die flotte Musik passt, und der Killer kommt schnell zur Sache. Die Hauptdarstellerinnen punkten schon nach 20 Minuten mit kultverdächtigen Dialogen, wie beispielsweise „Lasst uns scharfe Steine suchen, womit wir die Leiche zerteilen können“ oder „Kann’s sein, dass du nach Kotze schmeckst? – Ja, weil ich vorhin gekotzt hab, aber ich hab ein Bonbon gegessen – alles gut.“

Doch leider ist nicht alles gut. Die lustigen und spannenden Momente sind schnell an einer Hand abgezählt. Es folgt schlussendlich ein unspektakuläres und wenig überraschendes Finale. Trotz dieser Abstriche sieht das Gesamtergebnis gar nicht so schlecht aus. „Sorority Row“ ist ein mitunter unterhaltsamer Streifen. Für Fans von Slasherfilmen keineswegs eine schlechte Wahl.

Die Versionen

Die DVD-Version ist ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Schöne Mädchen mit einem unschönen Geheimnis: ein Horrorfilm mit Potenzial, aber ohne Ideen.

 

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Sorority Row – Schön bis in den Tod"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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