Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneScream of the Banshee

Nette Dämonenhatz mit Anleihen aus der irischen Mythologie.

Ein Beitrag aus der After-Dark-Reihe: Eine irische Totenfee sorgt für blutende Ohren und ausreichend Spannung. Kein Meisterwerk, aber eine sehr charmante Old-School-Produktion.

Die Geschichte

Nachts im Flur. Die Banshee mag's farbenfroh (Foto: Universum Film / Senator)

Nachts im Flur. Die Banshee mag’s farbenfroh (Foto: Universum Film / Senator)

Wir Jungs wissen es ja: Frauen können echt zickig sein. Während die holde Angetraute schlimmstenfalls mit Kaffeetassen um sich wirft, ist das bei einer Banshee schon problematischer. Wer jemals ihren Schrei hört, bekommt zunächst blutende Ohren und hat dieses Mädel nun so lange an der Backe, bis er seinen Tod akzeptiert.

Bereits im 12. Jahrhundert brachten es einige Ritter fertig, eine solche Banshee unschädlich zu machen. Geht ganz einfach: Kopf ab und die abgetrennte Rübe sicher in einer Metallkiste verpacken.

Dumm daran ist nur, dass die moderne Wissenschaft ein wenig zu neugierig ist und diese Kiste öffnet. Und prompt gibt es wieder Ärger.

Eine Dozentin und ein paar Studenten kämpfen fortan ums Überleben. Die einzige Person, die ihnen helfen kann, ist ein durchgeknallter Professor.

Filmkritik „Scream of the Banshee“

Um es gleich zu sagen: Wer sich diesen Film anschaut, sollte seine Erwartungen nicht allzu hoch schrauben. Ein potenzieller Klassiker sieht nun mal anders aus.

Schönes Wiedersehen mit B-Film-Held Lance Henriksen und seinem Bademantel (Foto: Universum Film / Senator)

Schönes Wiedersehen mit B-Film-Held Lance Henriksen und seinem Bademantel (Foto: Universum Film / Senator)

Trotzdem bleibt festzustellen, dass „Scream of the Banshee“ ein charmanter kleiner Reißer in bewährter Old-School-Tradition ist. CGI-Effekte sind eher die Ausnahme – und das ist gut so, denn wenn sie kommen, geht die Sache gründlich in die Hose. Stattdessen geben Animatronic-Effekte und Latexmasken den Ton an. Auch nicht immer perfekt, aber nett gemacht.

Spannung bleibt dadurch erhalten, dass hier mal nicht nach dem Zehn-Kleine-Negerlein-Prinzip geschlachtet wird. Damit steht nicht gleich am Anfang fest, dass ohnehin alle Protagonisten ins Gras beißen. Schön gestylte Actionszenen und solider Spannungsaufbau trösten über fehlenden Subtext und einige logische Fehler hinweg. Was die Schlusssequenz bezwecken soll, bleibt zwar im Dunkeln, aber auch das ignorieren wir einfach geflissentlich.

Die Banshee, offensichtlich eine Kreuzung aus Critters und einer überreich belegten Pizza, ist recht effektiv eingesetzt. Sie sorgt zwar nicht für Gänsehaut, aber für den einen oder anderen gehörigen Schreck. Gore-Szenen fallen meist sehr kurz aus und verzichten auf allzu viele Details. Ist halt kein ausgemachter Splatter.

Nein, ein perfekter Film ist „Scream of the Banshee“ wahrlich nicht, aber gerade darin liegt sein Charme. Und deswegen macht es Spaß, ihm zu folgen.

Die Versionen

Diese TV-Produktion hat eine Laufzeit von 86 Minuten und da der Gore-Faktor noch Weichei-kompatibel ist, wurde der Film von der FSK ab 16 Jahren durchgewunken.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Anspruchsloses, aber kurzweiliges Horror-Vergnügen

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Scream of the Banshee"

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Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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