Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneSAW 4

Nächste Runde im fröhlichen Folter-Franchise.

„SAW 4“ ist Darren Lynn Bousmans letzter Beitrag zu einer der erfolgreichsten Horrorfilm-Reihen der Neuzeit. Viel besser als sein Vorgänger SAW 3 ist er trotzdem nicht, aber ein bisschen.

Die Geschichte

Warten auf den Tod (Foto: Kinowelt)

Warten auf den Tod (Foto: Kinowelt)

Im Folterkeller nichts Neues: Diesmal geht es um den Polizisten Daniel Rigg. Er versucht immer, anderen Leuten zu helfen, und kann nicht loslassen. Grund genug für unseren altbekannten Serienmörder Jigsaw, ihn in ein Spiel zu stecken. Rigg muss in 90 Minuten einen Parcours bewältigen. Unterwegs trifft er immer wieder auf Menschen in tödlichen Situationen. Wenn er die Zeit einhalten will, muss er sie links liegen lassen. Doch er kann ja nicht loslassen.

In einer Parallelhandlung spüren zwei Agenten Jigsaw nach und finden Opfer. Und in noch einer anderen Handlung steckt der korrupte Bulle Eric Matthews (Donnie Wahlberg) in einer misslichen Situation.

Wir wollen gar nicht wissen, was hier genau los ist (Foto: Kinowelt)

Wir wollen gar nicht wissen, was hier genau los ist (Foto: Kinowelt)

Und so weiter.

Filmkritik „SAW 4“

Es ist das bewährte Rezept: Auch „SAW 4“ ist „Dalli Dalli“ mit Körpersäften. Es gibt wieder viele blutige und perfide Spiele, kaputte Typen und eine … naja … in Ordnunge Schlusspointe. Immerhin sind die Splatterszenen zwar noch immer knackig, aber nicht mehr ganz so unappetitlich wie in Teil 3. Der Härtegrad ist gesunken.

Stil, Ausstattung und Ekeleffekte sind dagegen wieder – technisch betrachtet – erste Klasse. Da macht Regisseur Bousman so leicht keiner was vor. Das müssen wir anerkennen.

Hinzu kommen diesmal in der Tat erhellende Rückblenden über Jigsaws Vorgeschichte. Wir lernen seine Ex-Frau kennen und auch über die kranke Amanda gibt’s was Neues. Wer Jigsaw mag, wird das interessant finden. Anderen ist diese ganze durchgeknallte Bagage eh egal.

Insgesamt ist die Handlung aber diesmal deutlich verwirrender. Vor allem die Schlusssequenz lässt unsere Synapsen schmauchen oder gar durchbrennen. Vielleicht ist sie auch einfach etwas überkonstruiert. Wie man’s nimmt.

"Lasst mich aus dem Kino! Ich will kein SAW mehr sehen!" (Foto: Kinowelt)

„Lasst mich aus dem Kino! Ich will kein SAW mehr sehen!“ (Foto: Kinowelt)

Und trotzdem fragen wir uns am Ende: Muss das alles noch sein? Okay, mit dem menschlichen Körper lassen sich viele gemeine Spielchen spielen. Aber müssen wir die uns alle auf dem Bildschirm antun? Irgendwann ist es auch gut.

Die Versionen

Wie immer gibt es einige Schnittfassungen. Die FSK hat eine um 9,5 Minuten gekürzte Version ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Nur für Freunde menschenverachtender Gameshows, die kein RTL2 schauen wollen.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "SAW 4"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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