Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneOutpost: Black Sun

Beklemmender Horrorfilm um ferngesteuerte Super-Nazis.

Dieser kleine Reißer aus Osteuropa versucht sich an den Kinoerfolg „Iron Sky“ dranzuhängen, möchte man meinen. Und ein entsprechendes Spezial auf der Blu-ray bestätigt den Verdacht. Doch er führt in die Irre.

Die Geschichte

Manchmal wirkt ein bisschen Feuchtigkeits-Creme wahre Wunder (Foto: Splendid Film)

Manchmal wirkt ein bisschen Feuchtigkeits-Creme wahre Wunder (Foto: Splendid Film)

Das Dritte Reich währt ewig? Vielleicht schon. Denn es gibt Probleme in Osteuropa. Untote und unbesiegbare Nazis metzeln und brandschatzen sich durch die Wälder. Sie beziehen ihre Fähigkeiten aus einem künstlichen Energiefeld, das sich immer weiter ausbreitet. Wollen die alten Hakenkreuzköppe schon wieder die Welt erobern? Und diesmal richtig?

Die passionierte Altnazi-Jägerin Lena und der Wissenschaftler Wallace gehen ins Krisengebiet und schließen sich einer Spezialeinheit der Nato an. Lena jagt den Kriegsverbrecher Klausener. Der hatte schon im Zweiten Weltkrieg daran geforscht, unsterbliche Soldaten zu erschaffen. Hatte er jetzt etwa Erfolg?

Gemeinsam dringt die Truppe ins Reich der Finsternis vor, um Klausener zu stoppen.

Filmkritik „Outpost: Black Sun“

Regisseur Steve Barker scheint das Zombie-Nazi-Motiv zu liegen. „Black Sun“ ist die indirekte Fortsetzung des 2008er Streifens „Outpost“ mit einem ähnlichen Thema. Aber den muss man nicht kennen, das Sequel funktioniert auch allein.

Trabi als Deckung? Der Mann ist wirklich naiv (Foto: Splendid Film)

Trabi als Deckung? Der Mann ist wirklich naiv (Foto: Splendid Film)

Und zwar sehr gut. Zugegeben, die Story würde auch prima in einen Ego-Shooter wie etwa „F.E.A.R.“ passen. Sie ist einfach und geradlinig mit Spannungsbögen so kurz wie der Lauf einer P.08. Die Dialoge pendeln zwischen clever-cool und hohl wie eine Nazi-Rübe. Hinzu kommt Verwirrung, wenn Barker die eigentlich so schön trashig-absurde Idee auf ein wissenschaftliches Fundament stellen will. Das klappt nicht ganz.

Darüber sehen wir aber milde lächelnd hinweg, und schauen uns an, was „Outpost“ wirklich ist: Ein stark fotografierter, düsterer, dreckiger Horrorthriller. Die Zombie-Nazis gibt es fast nur im Halbdunkel, was sie noch bedrohlicher wirken lässt. Wenn sie aufmarschieren, wird es auf beinahe surreale Weise unheimlich.

Die Gefechte mit den Untoten erinnern in ihrer explosiven, unmittelbaren Art an Kriegsfilme über das Dritte Reich. Da schwingt auch bisschen Doku-Stil immer mit. Augenzwinkern oder sogar etwas Witz? Fehlanzeige. Hier geht es zur Sache. Hier geht es um das pure Böse, um Dunkelheit, ums Überleben. Und das ist intensiv und verstörend.

Die Versionen

Die FSK hat den Schocker uncut ab 18 Jahren freigegeben. Das ist angemessen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Intensiver Low-Budget-Schocker mit Atmosphäre und starker Optik.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Outpost: Black Sun"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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