Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneNurse 3D

Unter Helfen versteht sie was anderes

Krankenschwestern sind hilfsbereit, einfühlsam und … tödlich. Jedenfalls trifft letzteres auf die Hauptdarstellerin im Film „Nurse“ von Douglas Aarniokoski zu. Es gibt ihn als 2D- und 3D-Version zu sehen, das ändert aber nichts daran, dass die Effekte ziemlich billig wirken.

Die Geschichte

Nicht nur das Haar sitzt perfekt (Foto: Universum Film/Square One Entertainment)

Nicht nur das Haar sitzt perfekt (Foto: Universum Film/Square One Entertainment)

Wenn die attraktive Abby (Paz de la Huerta) mal nicht im Krankenhaus arbeitet, gräbt sie Männer an, um sie anschließend um die Ecke zu bringen. Ihre Kollegin Danni (Katarina Bowden) – eine frischgebackene Krankenschwester – ahnt nichts von den dunklen Machenschaften.

Danni wird in ihrer ersten Arbeitswoche gleich von ihrem Chef Dr. Morris (Judd Nelson) kräftig zusammengestaucht. Abby tröstet sie, die beiden verabreden sich auf einen Drink. Am nächsten Morgen wacht Danni in einem fremden Bett auf. Filmriss. Sie kann sich nur noch an das Tanzen im Club erinnern. Anders Abby. Sie liegt neben ihr und hat den Abend mit etlichen Fotos dokumentiert.

Nach dieser einen Nacht will sie noch mehr von Danni. Allerdings versteht Danni das nicht, denn sie selbst hat kein Interesse. Schließlich ist sie seit Jahren mit ihrem Freund zusammen. Als Abby das klar wird, fängt sie an, das Skalpell auch privat in die Hand zu nehmen. Zuerst fängt sie mit Dannis Stiefvater an.

Filmkritik „Nurse 3D“

Wer braucht hier wen? (Foto: Universum Film/Square One Entertainment)

Wer braucht hier wen? (Foto: Universum Film/Square One Entertainment)

Sex sells! Warum also nicht mal eine sexy Krankenschwester als Racheengel durch 84 Filmminuten metzeln lassen? Gesagt, getan. Das, was uns Regisseur Douglas Aarniokoski serviert, ist eine Mischung aus Softporno und Slasher. Es gibt viel nackte Haut und viel Computerblut zu sehen. Mal präsentiert sich Paz de la Huerta als Abby Russel unten ohne, mal in einem aufreizenden, po-freien Abendkleid. Nett, aber unnötig. Etwas weniger dieser Sexeleien hätte dem Film nicht geschadet. Der Plot kann das locker verkraften.

Weniger gut umgesetzt sind die Spezialeffekte. Sie sehen aus wie aus der Konserve und wirken einfach nur billig. In der 3D-Version kommt das Ganze zwar etwas besser rüber, haut uns aber auch nicht vom Hocker. Dr. Morris‘ (Judd Nelson) Armamputation macht da eine Ausnahme – Kunstblut und eine Attrappe aus Gummi. Alte Schule.

Wir kommen jetzt auch zu dir (Foto: Universum Film/Square One Entertainment)

Wir kommen jetzt auch zu dir (Foto: Universum Film/Square One Entertainment)

Ein paar Worte zur Besetzung. Zum Beispiel Katarina Bowden. Sie spielt ihre Rolle als Danni Rodgers gut. Filmfreunde werden sie noch aus „Tucker & Dale vs Evil“, „Piranha 3DD“ und „Scary Movie 5“ kennen. Hauptdarstellerin Paz de la Huerta hingegen nehmen wir ihre Rolle als Krankenschwester nur schwer ab. Sowohl optisch als auch vom Charakter her geht sie eher als Kopie von Catherine „Basic Instinct“ Tramell durch: Skrupellos, extrovertiert und abenteuersüchtig. Glücklicherweise erfahren wir auch warum sie so geworden ist. Das lockert die Sache etwas auf, macht aber den eher lieblos dahergedrehten Slasher nicht besser. Alles in allem bleibt „Nurse 3D“ somit auf einem mittleren Niveau.

Die Versionen

Die FSK-18-Version erscheint ungeschnitten, läuft 84 Minuten und ist ab dem 10. Oktober 2014 als Kaufvideo erhältlich.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Blutige Bekanntschaft mit einer Diva im Krankenhaus – kann man haben, muß man aber nicht.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Nurse 3D"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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