Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneNear Dark – Die Nacht hat ihren Preis

Ein Horrorfilm, nach dem unser Portal benannt ist. Ob das mal was wird? Irgendwie schon.

Die Ex von James Cameron, Kathryn Bigelow, drehte bereits vor 25 Jahren diesen Vampirfilm. Wie stellt sich solch ein Streifen nach dieser langen Zeit wohl dar?

Die Geschichte

Familienfoto mit Lance Henriksen (li.) und Bill Paxton (re.) (Foto: Studiocanal)

Der junge Caleb reißt eines schönen Abends die hübsche Mae auf. Aus dem erwünschten Schäferstündchen wird allerdings nichts. Stattdessen beißt sie dem armen Kerl in den Hals. Was danach kommt, ist hinlänglich bekannt: Caleb ist mit einem Male recht lichtempfindlich und findet sich plötzlich inmitten einer Horde Vampire wieder. Die weisen in etwa die gleiche soziale Kompetenz auf, wie die entzückende Familie Firefly in Rob Zombies Schlachtfest „The Devil’s Rejects“.

Einzig die entbrannte Liebe zu Mae bringt ihn dazu, sich an den fröhlichen Metzeleien der Langzahn-Rüpel zu beteiligen. Das geht allerdings nicht lange gut. Caleb ist trotz seines Vampir-Daseins immer noch von seinem Gewissen geplagt und möchte keine anderen Menschen töten. Schließlich vertraut er sich seinem Vater an und wird auch geheilt. Jetzt nimmt er den Kampf gegen die Vampirhorde auf. Er will Mae aus den Krallen der Dunkelheit befreien.

Filmkritik „Near Dark“

Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass diese Rezension von jemandem kommt, der Vampirfilme und Liebesgeschichten gleichermaßen hasst. Und dennoch hinterlässt dieser Film bei ihm einen ziemlich guten Eindruck.

Per Anhalter gereist, zu lange in der Sonne gestanden, gar nicht gut (Foto: Studiocanal)

Der Stimmungsaufbau passt von der ersten Sekunde an. Die Schauspieler, obgleich in diesem B-Movie sicherlich nicht überbezahlt, agieren überzeugend. Immerhin sind der alte B-Film-Recke Lance Henriksen („Schneller als der Tod“) und der stets gern gesehene und noch junge Bill Paxton („Twister“) mit dabei. Auch die Story ist stimmig und bietet ein gewisses Maß an Spannung bis zur letzten Sekunde.

Hinzu kommt, dass dieser Film zeitlos ist. Nach all den Jahren tun lediglich die Frisuren weh. Für ein Remake müsste man außer den inzwischen in die Jahre gekommenen Darstellern nichts mehr ändern.

Kathryn Bigelow ist erkennbar eine gute Regisseurin. Sie zeigt sehr deutlich, dass sich auch aus einem niedrigen Budget ein richtig guter Film produzieren lässt.

Eine Reise zurück zu den Anfängen des modernen Horrorfilms lohnt sich mit diesem Streifen in jedem Fall. Interessant hierbei ist, dass zwar jeder weiß, dass es sich hier im Blutsauger handelt, dafür aber niemals das Wort „Vampir“ fällt. Auch die berüchtigten Beißerchen sind niemals zu sehen.

Und ein Hinweis für Krautrock-Fans: Die Musik zu diesem Film steuerte die deutsche Kultband Tangerine Dream bei.

Die Versionen

Die erhältliche DVD-Version hat eine Laufzeit von 94 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Im Vergleich dazu ist die Version ab 18 Jahren um lediglich 17 Sekunden gekürzt.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Schöne solide Vampirgeschichte mit ein wenig Herzschmerz. Empfehlenswert.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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