Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneMuse – Worte können tödlich sein

Die Musen, die ich rief

Jaume Balagueró, der 2017 mit „REC“ den spanischen Found-Footage-Film bekannt machte, meldet sich zurück. „Muse – Worte können tödlich sein“ ist eine Roman-Verfilmung von „Die dreizehnte Dame“. Sie kommt ohne Wackelkamera aus, dafür sind bekannte Gesichter wie Elliot Cowan, Franka Potente  und Christopher Lloyd zu sehen.

Die Geschichte

Nein, es geht hier nicht um Kaffeetrinken (Foto: Eurovideo)

Nein, es geht hier nicht um Kaffeetrinken (Foto: Eurovideo)

Samuel Solomon (Elliot Cowan) ist Professor für Literatur. Er hat eine geheime Beziehung mit einer jungen, bildhübschen Frau. Eines Nachts bringt sie sich in der Badewanne um. Samuel ist am Boden zerstört. Als gebrochener Mann quälen ihn fortan seltsame Albträume. Darin wird er Zeuge eines brutalen Mordes. Als er die unbekannte Frau später in den Nachrichten sieht, begibt er sich zum Tatort.

Dort angekommen, kann er die Aura der Ermordeten noch spüren. Doch er ist nicht allein. Auch Rachel (Ana Ularu) hat diese Vorahnungen. Zusammen versuchen sie, die Identität der jungen Frau aufzudecken. Während ihrer Recherche treffen sie auf Susan (Franka Potente), die sich als eine der sieben Musen entpuppt.

Es soll nicht lange dauern, und Samuel macht Bekanntschaft mit den restlichen Musen.

Filmkritik „Muse – Worte können tödlich sein“

Wieder ein Albtraum von Samuel? (Foto: Eurovideo)

Wieder ein Albtraum von Samuel? (Foto: Eurovideo)

Ohne Frage ist „Muse – Worte können tödlich sein“ ein unterhaltsames Gruselmärchen. Die Geschichte der sieben Musen, die Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten manipulieren können, konnte Balagueró solide umsetzen. Auch wenn den Damen eine druckvollere Darstellung besser gestanden hätte. Stattdessen sind sie etwas zu lieb. Immerhin hat das keinen Einfluss auf den Filmverlauf. Auf das Drehbuch hingegen schon, denn das besitzt leider die eine oder andere Logiklücke. Solange das Gesamtergebnis stimmt, ist das aber nicht so relevant, wie ich finde. Interessanter ist vielmehr, dass der Film im Nachhinein eher als Thriller im Gedächtnis hängenbleibt. Ja, fast schon wie ein Krimi auf der Suche nach der Wahrheit.

Die Musen kommen! (Foto: Eurovideo)

Die Musen kommen! (Foto: Eurovideo)

Soweit alles gut. Das größte Manko ist aber der Spannungsaufbau. „Muse – Worte können tödlich sein“ ist zwar spannend. Allerdings bleibt das Niveau ungefähr in der Mitte des Films hängen. Da hätte gern noch was obendrauf kommen dürfen. Kam aber nicht, und so plätschert die Geschichte vor sich hin. Bis zum Finale.

Die übernatürlichen und mystischen Elemente hat Balagueró gut im Griff, ohne dass das alles kitschig oder nervig rüberkommt. Die Schauspielerriege erledigt hierbei den Rest. Elliot Cowan, den man aus „Da Vinci’s Demons“ kennt, gehört zu den sympathischen Hauptdarstellern. Ihm nimmt man seinen Leidensweg gern ab. An seiner Seite spielen die Stars Franka Potente („Anatomie“ und „Conjuring 2“) und Christopher  „Doc Brown“ Lloyd („Zurück in die Zukunft“, „Piranha 2“) ihre Rollen mit Bravour.

Die Versionen

„Muse – Worte können tödlich sein“ ist ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben. Aufgrund der ab und an gezeigten Mordszenen, können wir dieser Einstufung nur zustimmen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Durchschnittlicher Mystery-Thriller, der trotzdem unterhält und mit kurzweiligem Staraufgebot punktet.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Muse – Worte können tödlich sein"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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