Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneMonster Brawl

Celebrity Deathmatch mit Filmmonstern – der beste Schund seit langem.

Liebe Leser, wir präsentieren an dieser Stelle die Trash-Bombe des Jahres. Acht Ikonen aus Horrorfilmen polieren sich im Wrestling-Ring die fauligen Fressen. Das ist völlig idiotisch, brutal und abgedreht – und absolut köstlich.

Die Geschichte

Vorsicht, müffeliger Monarch im Anmarsch (Foto: Splendid Film)

Vorsicht, müffeliger Monarch im Anmarsch (Foto: Splendid Film)

Der Ring auf dem Friedhof ist aufgebaut. Die Grabsteine sind poliert. Es ist Zeit für den „Monster Brawl“. Acht sehr tödliche aber umso populärere Monster aus Horrorfilmen ringen gegeneinander um bestes Monster aller Zeiten zu werden. Es treten an: der Zyklop, das Ding aus dem Sumpf, Werwolf, Witch Bitch, Frankensteins Monster, Zombie-Man, Vampire Lady und die Mumie.

Gewonnen hat, wer seinen Gegner tötet, wobei das gerade bei den Untoten so eine Sache ist. Und los geht’s. Zeit für ein paar beinharte Kloppereien.

Filmkritik „Monster Brawl“

Was für eine Mordsgaudi. Die Typen, die das No-Budget-Projekt auf die Beine gestellt haben, lieben ihre Monster von ganzem Herzen. Wie das aufschlussreiche Making-of auf der Blu-ray zeigt, haben sie die Kulissen selbst gebaut, mehrere Rollen gespielt und für die anderen professionelle Wrestler aus der lokalen Szene verpflichtet.

Deutscher Exportschläger: Frankensteins Monster (Foto: Splendid Film)

Deutscher Exportschläger: Frankensteins Monster (Foto: Splendid Film)

Jedes Monster bekommt eine Vorgeschichte verpasst, eine absurder als die andere. Immer durchsetzt mit einem Humor, so schwarz wie das Herz der Mumie. Das trifft auch auf die köstlichen Texte zu, vor allem von den beiden Ringkommentatoren und dem Off-Sprecher. Zumindest in der gelungenen deutschen Synchro fliegen uns hier Alliterationen um die Ohren („Der müffelige Monarch“), die eines Oliver Kalkofe würdig wären.

Im Ring geht es mit einer Verve zur Sache, die eigentlich eine FSK-Freigabe ab 18 Jahren gerechtfertigt hätte. Dafür, dass eigentlich kaum Geld vorhanden war, sehen die Effekte richtig gut aus. Spritz, schmatz, tropf – und ab ist der Kopf. Das gibt Szenenapplaus.

Werwolf ist gleich auf dem Sprung (Foto: Splendid Film)

Werwolf ist gleich auf dem Sprung (Foto: Splendid Film)

Natürlich hat so ein Werk auch Schwächen. So wundert uns durchaus, dass nach der ersten Runde gleich das Finale kommt. Wo sind die anderen plötzlich hin? Und dann wäre da auch der Schluss, der uns ganz schön im Regen stehen lässt.

Das ist uns aber trotzdem furzegal. Wir vergeben an diesen quietschvergnügten, abgedrehten Schabernack vier fette Sterne. Weil er einfach Spaß macht und Cineasten draußen bleiben müssen.

Die Versionen

Trotz einiger deftiger Szenen verstand die FSK Spaß und erteilte dem Unfug ungeschnitten ihren Segen sogar ab 16 Jahren. Das finden wir allerdings ein bisschen zuviel des Guten. Dass auf manchen Blu-ray-Packungen ein roter Flatschen prangt, muss mal wieder am Bonusmaterial liegen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Feuerwerk an Fantasie und schlechtem Geschmack. Deftig, originell, witzig, gut.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Monster Brawl"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
Mehr von Martin Riggs  

Weitere Filmkritiken im Genre Fantasy/SciFi

Mehr zeigen