Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneLand of the Dead

Für seinen vierten Zombie-Film hatte George A. Romero mit 15 Millionen Dollar mal verhältnismäßig viel Kohle zur Verfügung. Und er hat was draus gemacht.

Nachdem seine Fans 20 Jahre vergeblich auf eine Fortsetzung gewartet hatten, war es 2005 endlich soweit. „Land Of The Dead“ kam in die Kinos und damit der vierte Teil von Romeros Zombie-Zyklus.

Die Geschichte

Lebende Tote haben die Erde bevölkert, stets auf der Suche nach Frischfleisch. Nur wenige Überlebende versuchen, sich in dieser lebensfeindlichen Welt eine Nische zu schaffen.

Dabei ist ein allzu bekanntes Gesellschaftsbild entstanden: Während eine Minderheit in Saus und Braus in einem ehemaligen luxuriösen Büro- und Einkaufszentrum namens „Fiddlers Green“ lebt, vegetiert die Mehrzahl der Menschen unter Slum-ähnlichen Bedingungen dahin. Lediglich der Schutz vor allzu hungrigen Untoten ist ihnen gewiss.

Eine Gruppe dieser Leute hat die Aufgabe, außerhalb des geschützten Gebietes in den längst verlassenen Städten Vorräte zu beschaffen. Ihr effektivstes Hilfsmittel ist die „Dead Reckoning“, ein riesiges gepanzertes Fahrzeug, das bis an die stählernen Zähne bewaffnet ist.

Einer dieser Söldner, Cholo, versucht, aus dem längst etablierten Kastensystem auszubrechen und sich in Fiddlers Green einzunisten. Er scheitert. Völlig verbittert kapert er die Dead Reckoning und erpresst Kaufman (Dennis Hopper), den Anführer der elitären Gesellschaft. Innerhalb einer kurzen Frist soll er fünf Millionen Dollar bereit stellen oder Fiddlers Green wird mittels Raketenwerfer der Dead Reckoning bombardiert.

Während Kaufman den Entwickler des Panzerfahrzeugs beauftragt, es wieder zurückzuholen, zieht weiteres Unheil auf: Die Zombies entwickeln rudimentäre Intelligenz. Sie ermöglicht es ihnen, die Barrieren zum abgeschotteten Bereichen zu durchbrechen.

Filmkritik „Land of the Dead“

Die Romero-typische Gesellschaftskritik steigt dem Betrachter des Films schon regelrecht auf die Füße. Und sofort entwickelt er Sympathie für die Unterprivilegierten und wünscht der Oberschicht die gefräßige Zombiepest an den Hals.

Darüber hinaus bietet der Film eine ungewöhnliche High-Tech-Variante des Zombie-Themas. Das hohe Budget schlägt sich in recht opulenter Ausstattung und beachtenswerten Spezialeffekten nieder. Natürlich gibt es wieder mal reichlich Blut und Gekröse zu bestaunen, somit eignet sich der Film mal wieder nicht für empfindliche Gemüter.

Damit ist „Land of the Dead“ ein typischer Zombiefilm im besten Sinne.

Witzig sind die Cameo-Auftritte von Makeup-Guru Tom Savini, sowie Simon Pegg und Edgar Wright („Shaun of the Dead“).

Ebenfalls bemerkenswert: Mit auf der Besetzungsliste steht Asia Argento, die Tochter von Dario Argento, der wiederum maßgeblich als Produzent am Klassiker „Zombie“ beteiligt war.

Die Versionen

Der (bessere) Director’s Cut hat eine Laufzeit von 93 Minuten und ist erst ab 18 Jahren freigegeben – zu Recht. Die Kinofassung ist ebenfalls ab 18 aber knapp vier Minuten kürzer und um viele Härten und etwas Handlung erleichtert.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Romero at his best: Metzelorgie mit kritischen und satirischen Untertönen. Sehenswert.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Land of the Dead"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
Mehr von Angus Sc.  

Weitere Filmkritiken im Genre Splatter

Mehr zeigen