Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneJuan of the Dead

Mit dieser Revolution hat Kuba nicht gerechnet.

Vergesst „Ghostbusters“, denn die selbst ernannten „Zombiebusters“ sind startbereit und helfen wie und wo sie können. „Juan of the Dead“ ist ein flottes Zombiefilmchen geworden und sorgt für Kurzweil im Kinosessel. Und hoffentlich auch bald auf DVD und Blu-ray.

Die Geschichte

Juan steckt nicht das erste Mal in der Patsche. Ob das gut geht? (Foto: Pandastorm Pictures)

Juan (Alexis Díaz de Villegas) lebt in Havanna. Er hatte früher eine Stelle als Lehrer. Jetzt ist er arbeitslos. Mehr als Gelegenheitsjobs gibt es nicht. Die gemeinsame Tochter Camila hält nicht viel von ihm. Doch Juan lässt sich nicht unterkriegen. Gemeinsam mit seinem Kumpel Lázaro (Jorge Molina) genießt er jeden Augenblick seiner Freiheit und den Ausblick auf Strand und Meer.

Während einer abendlichen Versammlung der Nachbarschaft, geschieht etwas Außergewöhnliches. Passanten werden attackiert und verwandeln sich in Untote. Das hat verheerende Folgen für die Stadt. Übernacht ist Havanna mit Zombies übersät.

Juan und Lázaro erkennen die Chance und werden zu käuflichen Zombiekillern. Ein Telefonanruf genügt, und es erklingt „Juan of the Dead – Wir töten ihre Liebsten“. Gemeinsam mit Juans Tochter, Lázaros Sohn und dem skurrilen Transvestiten-Pärchen von gegenüber, machen sie sich auf die Jagd. Bewaffnet mit Paddel, Machete und Steinschleuder geben sie ihr Bestes. Denn wie heißt es so schön: „Viva la Cuba“.

Filmkritik „Juan of the Dead“

Kumpel Lazáro lässt nichts anbrennen. (Foto: Pandastorm Pictures)

Die Vorfreude hat sich gelohnt. Definitiv. Da gibt es tollpatschige Protagonisten, kuriose Tötungsrituale und jede Menge verrückter Zombies. Wie erwartet ist „Juan of the Dead“ keine billige Kopie von „Shaun of the Dead“ und auch nicht zum Brüllen komisch. Letzteres konnte man bereits häufig in einigen anderen Filmkritiken lesen.

Für einen Zombiefilm geht es recht schnell und unkompliziert zur Sache. Der Grund für die Epidemie wird uns allerdings nicht auf Anhieb klar. Auch ähneln die Szenen am Strand eher einem Flashmob als einem Endzeitfilm. Glücklicherweise bringen solche einfachen Kameraeinstellungen frischen Wind in die doch recht überschaubare Filmhandlung.

Die beiden Helden Juan und Lázaro sind zwar ein ungleiches Paar, aber die Mischung stimmt. Weiß der eine nicht weiter, so hat der andere eine Idee. Und alles ohne großes Trara. Natürlich sind auch einige Seitenhiebe mit sozialkritischem Unterton zu vernehmen. Das fällt aber beim ständigen Hemdenwechsel von Juan kaum auf. Womöglich ist das die Geheimformel von Regisseur Alejandro Brugués. Er bringt Gegensätze zusammen und sieht dabei nicht nach Hollywood aus. Das macht „Juan of the Dead“ authentisch und sehenswert.

Die Versionen

Die Zombiekomödie lief ungeschnitten im Kino und ist ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Wie eine Kubanische Zigarre – jeder Moment ein Genuss.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Juan of the Dead"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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