Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneHostel 3

Dritter Streich der Serie über versauten Urlaub. Und ein guter noch dazu.

Alternativtitel: „Hostel Part III“. Für ein zweites Sequel ist dieser Horrorthriller erstaunlich gut geraten. Als Fiesling schaut sogar unser Mann in Hollywood, Thomas Kretschmann, auf ein paar Drehtage vorbei.

Die Geschichte

Scott fühlt sich gar nicht wohl auf dem heißen Stuhl (Foto: Sony Pictures)

Scott fühlt sich gar nicht wohl auf dem heißen Stuhl (Foto: Sony Pictures)

Diesmal ist es mitten in den USA selbst. Vier Kumpels wollen Junggesellenabschied in Las Vegas feiern. Wie in den vorangegangenen Teilen auch steigen sie ein paar hübschen, jungen Damen nach und landen in den Fängen einer perversen Truppe. Die produziert sehr bizarre Bühnenprogramme.

Im Publikum sitzen reiche Schnösel, die sich die Zeit mit Wetten vertreiben.

Es gibt Tote, es fließt Blut.

Filmkritik „Hostel 3“

Unsere Erwartungen lagen nur wenig höher als die Türschwelle zum Hostel. Und dann die Überraschung. „Hostel 3“ ist ein tatsächlich gut gemachter Horrorthriller. Zwar ist die Story gerade so originell, wie es Franchise und Fangemeinde zulassen. Doch es gibt eine ganze Handvoll Wendungen, die uns gleich mehrmals ziemlich kalt erwischen.

Saufen, zocken, doof glotzen - hier ist die Welt noch in Ordnung (Foto: Sony Pictures)

Saufen, zocken, doof glotzen – hier ist die Welt noch in Ordnung (Foto: Sony Pictures)

Regisseur Scott Spiegel kennen wir unter anderem vom missglückten „From Dusk till Dawn 2“. Hier liefert er bessere Arbeit ab. Vor allem vermeidet er es, in den Videotheken-üblichen Tenor endlos-dumpfer Folterorgien einzustimmen. Er konzentriert sich auf Timing, Spannungsaufbau und die Absurdität der Situation.

Das mit der Spannung mag ihm nicht immer gelingen. Dafür sind die Figuren zu gleichgültig geraten, und die Tiefe fehlt. Ebenso hätten wir gern gewusst, wie das mit den Wetten der gut Betuchten im Publikum tatsächlich funktioniert. Das bleibt aber unklar und hinterlässt ein unangenehmes Loch in der Story. Umso besser ist das Timing. Es gibt keine Längen, Kurzweil ist omnipräsent.

Die Versionen

Die FSK hat „Hostel 3“ ab 18 Jahren freigegeben. Diese Fassung ist um knapp fünf Minuten gekürzt.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Bitte einchecken. Überraschend guter Thriller für unterhaltsamen DVD-Abend.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Hostel 3"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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