Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneHappy Deathday 2U

Und nochmal und nochmal und nochmal

Und täglich grüßt das … Murmeltier? Fast, denn im Slasher „Happy Deathday 2U“ gibt es wieder Terror vom Babyface-Schlitzer. In der Fortsetzung des erfolgreichen ersten Teils hängt Jessica Rothe in ihrer Rolle als Tree schon wieder in dieser verdammten Zeitschleife fest.

Die Geschichte

Lasst uns Baseball spielen (Foto: Universal Pictures Germany)

Lasst uns Baseball spielen (Foto: Universal Pictures Germany)

Obwohl der Student Ryan (Phi Vu) alles bis ins kleinste Detail durchdacht hat, geht etwas schief. Ein Experiment am selbst gebastelten Quantenreaktor löst eine unvorhersehbare Zeitschleife aus. Dazu wird Ryan noch von einem Unbekannten ins Jenseits befördert und durchlebt den selben Tag gleich wieder.

Zum Glück kommt er mit Tree (Jessica Rothe) ins Gespräch, die ihm aus seiner aussichtslosen Situation hilft. Sie kann ihn zwar retten, fällt aber selbst wieder in eine Zeitschleife zurück. Durch die Reaktorfehlfunktion eröffnet sich eine weitere Dimension. In dieser Realität ist Trees Mutter noch am Leben. Das Ganze bringt sie allerdings in eine perfide Situation: Sie muss sich entscheiden, ob sie den Mörder sucht, der sie und ihre Freunde töten will, oder ob sie die Zeit mit ihrer Mutter in familiärer Harmonie verbringen möchte.

Filmkritik „Happy Deathday 2U“

8 Stunden? Du hast 8 Minuten! (Foto: Universal Pictures Germany)

8 Stunden? Du hast 8 Minuten! (Foto: Universal Pictures Germany)

Fortsetzungen haben es meistens nicht leicht. Vor allem, wenn der erste Teil noch so richtig gut war. „Happy Deathday 2U“ bestätigt dieses Klischee und packt so einiges falsch an. Los geht es mit dem Inhalt. Gleich am Anfang wird über die Ursache erzählt – also warum sich die Studenten wieder in dieser fiesen Lage befinden. Als nächstes folgt teilweise eine Blaupause des Originals von 2017. Allerdings wurden Slasherszenen, Überraschungsmomente und Humoreinlagen konsequent gekürzt – dafür flache Dialoge, Romantikgesäusel und Logikfehler üppig ergänzt.

Klar, mit dem Film will Christopher B. Landon an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Das gelingt ihm nicht so recht. „Happy Deathday 2U“ ist weder gruselig noch überraschend. Auch begibt sich der Film zu weit weg von dem, was ich persönlich von einem Slasher- beziehungsweise Horrorfilm erwarte. Er ist vielmehr eine Komödie mit wenigen Horrorelementen. Entsprechend erhielt der Film auch „nur“ das grüne FSK-Siegel.

Tach und tschüß (Foto: Universal Pictures Germany)

Tach und tschüß (Foto: Universal Pictures Germany)

Trotzdem schafft es Erfolgsproduzent Jason Blum, dass der Film unterhält. Auf jeden Fall optisch. Zum Ende hin wird er dann sogar noch ganz kurzweilig. Doch das ändert leider nichts am Gesamteindruck.

Die Versionen

Auch hier gab es wieder eine FSK-Freigabe ab 12 Jahren. Der Film ist ungeschnitten und zeigt hin und wieder etwas Blut. Im Allgemeinen ist der Gewaltgrad aber recht niedrig.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Hauptdarstellerin Tree ist mindestens einmal zu viel aufgewacht. Durchschnittliche Fortsetzung ohne neue Ideen, aber auf Hochglanz poliert.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Happy Deathday 2U"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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