Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneGutterballs

Heftiger Retro-Slasher mit schönen handgemachten Spezialeffekten.

Wenn sich ein brutaler Mörder, maskiert und mit Sporttasche und angespitzten Kegeln ausgerüstet, mal richtig austoben will, dann heißen wir ihn herzlich willkommen auf der Bowlingbahn Xcalibur.

Die Geschichte

Der Titel „Gutterballs“ klingt erst einmal ganz viel versprechend. Das Gleiche gilt für den Anfang des Films. Retrostil der 80er Jahre in Bild und Ton, obwohl der Reißer aus dem Jahr 2008 stammt.

Zwei Gruppen von Jugendlichen – allesamt halbstarke College-Boys, Transen oder einfach nur Vollidioten mit begrenztem Wortschatz – geraten in der hiesigen runtergekommenen Bowlingbahn Xcalibur aneinander und beginnen, sich gegenseitig gnadenlos an die Wand zu spielen.

Sie dürfen dort nach Ladenschluss für ein Turnier trainieren. Nur heute ist alles ganz anders als sonst. Am Vorabend hatten Steve und seine Gang Lisa vergewaltigt. Sie tritt am nächsten Abend zwar ebenfalls auf der Bowlingbahn an, allerdings nur noch distanziert und mit schwarzer Sonnenbrille.

Plötzlich passieren schreckliche Morde. Auf der Bowlinganzeige erscheint ein Mitspieler mit dem mysteriösen Kürzel BBK. Und immer wenn er punktet, hat einer der Spieler das zeitliche gesegnet.

Filmkritik „Gutterballs“

Mit seinem harten Slasher wollte Regisseur Ryan Nicholson die seligen 80er Jahre wieder aufleben lassen, in denen Bluteffekte noch nicht aus dem Computer stammten. Und das ist ihm eindrucksvoll gelungen. „Gutterballs“ ist hart, sehr blutig und ganz sicher handgemacht. Musik, Klamotten, Frisuren und Ausstattung erzeugen nostalgische Gefühle.

Warum Nicholson allerdings versucht, in beinahe jedem Dialogsatz das Wort F**k unterzubringen, bleibt wohl sein Geheimnis. Auf die Dauer nervt das dann auch.

Überhaupt halten sich Story, Schauspielleistungen und Witz in eng gesteckten Grenzen. Aber das waren ja auch vor 30 Jahren keine Gründe, um sich solche Filme anzusehen.

Die Fassungen

Es gibt eine von der FSK freigegebene 18er Version, die um knapp 25 Minuten gekürzt ist.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Beklemmende Stimmung, heftige Mordszenen, übertrieben häufiger Schimpfwortgebrauch und das Flair der 80er, sorgen für einen bizarren Retro-Slasher.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Gutterballs"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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